Eredivisie
Julian Brandt begeistert Ajax, überzeugt Kritiker van der Vaart
Julian Brandt begeistert in seiner ersten Saison bei Ajax Amsterdam mit einer starken Torquote und hat damit selbst den früheren Chefkritiker Rafael van der Vaart überzeugt. Der 30‑jährige Deutsche, der nach dem Abgang von Borussia Dortmund im Sommer zu den Niederlanden kam, liefert bislang acht Treffer in 15 Pflichtspielen.
Fehlende Vorlagen trotz hoher Trefferquote
Obwohl Brandt in 15 Einsätzen bereits acht Tore erzielt hat, fehlt bislang jede Assist‑Statistik für die Saison 2026/27. Eine Statistik trübt das zwar, doch die Erklärung ist simpel: Viele seiner präzisen Pässe erreichen die Mitspieler nicht im Abschluss. Besonders Marcos Leonardo, im Sommer für knapp 20 Millionen Euro von Al‑Hilal verpflichtet, bleibt trotz zahlreicher Chancen torarm.
Einzelne Spielbeispiele zeigen Kreativität
Im 1:1 gegen NEC Nijmegen am achten Spieltag kreierte Brandt acht Torchancen – mehr als alle anderen Ajax‑Akteure zusammen, die nur fünf Chancen hatten. Damit ist er in der laufenden Eredivisie‑Saison der eindeutig beste Spieler seiner Mannschaft, was das Erzeugen von Chancen angeht.
Julian Brandt erklärt späte Unterschrift bei Ajax Amsterdam
Der ehemalige Dortmunder und Leverkusener war in der Bundesliga vor allem als Assistgeber bekannt, ein Spieler, der den tödlichen Pass spielen und seine Stürmer optimal in Szene setzen kann. In den Niederlanden wirkt er jedoch stärker als Torjäger, was teilweise auf das niedrigere Niveau der Eredivisie im Vergleich zur Bundesliga und Champions League zurückzuführen ist.
Brandt hat sich nach dem Abgang von Borussia Dortmund, wo er keinen neuen Vertrag erhielt, schnell eingelebt. Seine Leistungen haben den ehemaligen Kritiker Rafael van der Vaart überzeugt, der ihn nun als „besten Spieler von Ajax“ bezeichnet. Trotz dieser Anerkennung interessiert Brandt das Lob wenig: „Letztes Mal, als er noch eine andere Aussage getätigt hat, wurde ich auch viel konfrontiert damit. Ich weiß nicht, ich bin da immer so: ‚Lass mich einfach in Ruhe mit dem Mist‘“, sagte er im Podcast ‘Spielmacher’.