Jankos Aussage Schöttels Abschied war unausweichlich, neue Ära
Marc Janko blickt auf den Schöttel‑Abschied und betont, dass es für ihn nur eine Frage der Zeit war, während der ÖFB gleichzeitig vor richtungsweisenden Tagen nach der WM steht, in denen ein neuer Sportdirektor und ein frischer Kader gefordert werden.
Schöttels Abschied und Nachfolge
Der Abschied von ÖFB‑Sportdirektor Peter Schöttel nach fast neun Jahren im Amt überraschte Marc Janko nicht; er hatte das Ende der Ära bereits kommen sehen. „Es war nur eine Frage der Zeit“, sagte der Ex‑Teamstürmer und fügte hinzu, dass der Schöttel‑Abschied unvermeidlich war. Beim ÖFB stehen richtungsweisende Tage bevor, denn ein neuer Sportdirektor muss das Amt übernehmen.
Janko schildert ein zerrüttetes Verhältnis zwischen Ralf Rangnick und Peter Schöttel und erklärt, dass die beiden nicht mehr richtig miteinander konnten. „Ja, das war deutlich“, betont er, und fügt hinzu, dass das Verhältnis die WM‑Vorbereitung nicht belastet habe.
Als möglicher Nachfolger gilt Sebastian Prödl, und Janko hält ihn für die logische und sehr gute Lösung. Der Ex‑Teamstürmer hebt hervor, dass Prödl in den vergangenen Jahren bereits Aufgaben übernommen hat, die über seine Funktion als Leiter der Nachwuchsnationalteams hinausgingen. Er denkt strukturiert, verfügt über ein gutes Netzwerk, ist konzeptionell stark, hat eine klare Vision und kann harte Entscheidungen treffen.
Janko sieht in Ralf Rangnick weiterhin den richtigen Mann, betont jedoch, dass ein Generationenwechsel nötig sei. Verdiente Spieler seien abgetreten, andere würden folgen, und die Qualität könne in einer schwierigen Phase leicht nachlassen – das könne nicht allein dem Teamchef angelastet werden.
Kader und Nations‑League‑Herausforderungen
Am Montag präsentiert Teamchef Ralf Rangnick seinen ersten Kader nach der WM. Marko Arnautović fehlt, Saša Kalajdžić sei perspektivisch wichtig, und Janko erwartet keinen radikalen Wandel, sondern einen ähnlichen Kader wie bei der WM. „Ich rechne nicht mit großen Überraschungen“, sagt er.
Österreich muss sich in der Nations League vier Spiele beweisen: gegen Israel am 24. September, Kosovo am 27. September, Irland am 1. Oktober und erneut Kosovo am 4. Oktober. Die Spiele werden entscheidend für die weitere Entwicklung des Teams sein.
David Alaba ist derzeit ohne Verein, doch Janko meint, dass eine Einberufung selbstverständlich sei, solange er fit ist. „Er trainiert regelmäßig, und der Teamchef wird keine Sekunde überlegen, ihn nicht zu rufen“, betont er.