WM
Italiens Suche nach Pep Guardiola, um 12‑jähriges WM‑Exil zu beenden
Italien soll Berichten zufolge Gespräche mit Pep Guardiola in Barcelona geführt haben, da der italienische Fußballverband ihn als Nationaltrainer verpflichten will, nachdem die Azzurri im März die WM verpasst haben. Die Azzurri verpassten im März zum dritten Mal in Folge die Weltmeisterschaft nach einer Play‑off‑Endrunde gegen Bosnien und Herzegowina. Diese Niederlage löste das Ausscheiden von Gennaro Gattuso als Cheftrainer aus.
Sky in Italien berichtet, dass der italienische Fußballverband einen ambitionierten Ansatz gegenüber dem ehemaligen Manchester‑City‑Chef Pep Guardiola gestartet hat. Paolo Maldini, frisch zum Technischen Direktor des FIGC ernannt, reiste zusammen mit Berater Leonardo nach Barcelona, um die Position zu besprechen. Guardiola verließ Manchester City zum Saisonende nach zehn titelfreudigen Jahren.
Ob Guardiola an dem Posten interessiert ist, bleibt unklar, doch das FIGC unternimmt ernsthafte Anstrengungen, ihn zu überzeugen. Maldini und Leonardo stehen seit drei Tagen im Gespräch mit Guardiola.
Italien hat bislang nur einen ausländischen Trainer eingesetzt, den Argentinier Helenio Herrera, der 1966‑67 die Aufgaben mit dem Italiener Fercuccio Valcareggi teilte. Sollte Guardiolas Bewerbung scheitern, prüft der Verband zudem Roberto Mancini und Andrea Pirlo als mögliche Nachfolger.
Guardiola sagte vor seinem Abschied von City, er habe „für eine Weile keine Trainerpläne“, und verwies auf einen Mangel an Energie. Er wiederholte ein Gefühl, das Jürgen Klopp bereits beim Verlassen von Liverpool geäußert hatte.