Ist das Mittelfeld ohne Kimmich stärker? Littbarski gibt klare Worte
Nach Jürgen Klopps erstem DFB‑Sieg als Bundestrainer hat die Diskussion um Joshua Kimmich erneut an Fahrt aufgenommen. Deutschland gewann das Spiel gegen Serbien mit 2:0, obwohl der Kapitän fehlte. Weltmeister Pierre Littbarski nutzt das Ergebnis, um klare Worte zur Rolle des Mittelfeldspielers zu finden.
Klopp setzt neue Mittelfeldoptionen
Im Mittelfeld setzte Klopp auf die Bayern‑Profis Aleksandar Pavlovic und Tom Bischof, unterstützt von Florian Wirtz. Diese Kombination ermöglichte einen überzeugenden Auftritt, der das 2:0 gegen Serbien sicherte. Kimmich war nicht im Kader, nachdem er zuvor gegen die Niederlande (1:1) und Griechenland (0:1) zum Einsatz gekommen war.
Littbarski warnt vor vorschnellen Schlussfolgerungen
Pierre Littbarski betont, dass man die starke Vorstellung des neu formierten Mittelfelds nicht pauschal mit Kimmichs Abwesenheit erklären dürfe. „Das kann man nicht so pauschal sagen“, erklärte der Weltmeister von 1990 gegenüber ran. Er fügte hinzu, dass jedes Spiel anders sei und Serbien nicht so defensiv stark wie die Griechen sei.
Der ehemalige Nationalspieler stellt jedoch klar, dass ein genereller Verzicht auf Kimmich ein falscher Schluss sei. Er hebt Kimmichs besondere Fähigkeit hervor, sehr gute Chipbälle hinter die Abwehr zu spielen – ein Talent, das sonst kaum jemand beherrsche.
Tresoldi dankt Klopp, verschiebt aber die Entscheidung zwischen Deutschland und Italien
Littbarski rundet seine Stellungnahme ab, indem er betont, dass er sich nicht in die Debatte einlassen wolle. „Also auf diese Diskussion würde ich mich nicht einlassen“, sagte er deutlich.
Die jüngste Kritik an Kimmich wurde zuvor von Marcel Reif geäußert, der dem DFB‑Kapitän ein „Helfer‑Syndrom“ zuschrieb. Durch den ersten Erfolg Deutschlands unter Klopp ohne Kimmich erhielt die Debatte zusätzliche Nahrung.
Jürgen Klopp selbst machte deutlich, dass er die Diskussion um Kimmich nicht zu einer Grundsatzfrage machen wolle. Nach dem Serbien‑Sieg signalisierte er, dass er die Kritik nicht teile und die Auswahl weiterhin nach dem jeweiligen Gegner ausrichte.