WM
Interner Aufstand bei der FIFA schürt Druck auf Gianni Infantino
Der Druck auf FIFA‑Präsident Gianni Infantino nimmt zu, nachdem Mattias Grafström, von The Athletic als die Nummer zwei der Organisation bezeichnet, in einem Schreiben an alle FIFA‑Mitarbeiter seinen Rücktritt eingereicht hat. Der Schritt unterstreicht eine wachsende interne Krise beim Weltranglisten‑Verband.
Im Rücktrittsschreiben distanziert sich Grafström, der schwedische Generalsekretär, ausdrücklich vom Schweizer Präsidenten. Er richtete sich an jede einzelne Beschäftigte der FIFA und signalisierte damit einen klaren Bruch mit der Führung.
The Athletic und The Athletic haben Grafström bereits als de‑facto Nummer zwei der FIFA identifiziert und damit seine hohe Stellung in der Hierarchie vor seinem Weggang hervorgehoben.
Die Sportabteilung der New York Times hat das interne Schreiben erhalten, dessen Echtheit bestätigt und das den Streit breiter in den Medien sichtbar macht.
Grafström verurteilte Infantinos Vorschlag, Anteile an der Weltmeisterschaft zu verkaufen, und erklärte, dass er über den Plan nicht informiert worden sei. Er bezeichnete das Vorhaben als „eine Reihe bedauerlicher und verurteilenswerter Ereignisse“.
Er wies zudem darauf hin, dass die Kontroverse in der endgültigen Einstellung des FIFA‑Forward‑Enterprise‑Projekts gipfelte, das bereits unter Beobachtung stand.
„Die vergangene Woche war außergewöhnlich und belastend für alle FIFA‑Mitarbeitenden“, schrieb Grafström. Er fügte hinzu, dass das Personal „in ein Chaos eingetaucht ist, das schwer zu verstehen und zu akzeptieren ist“.
Er versicherte den Administratoren, dass sie geschützt und vor dem aktuellen politischen Klima abgeschirmt würden, und forderte sie auf, sich keine Sorgen zu machen.
Grafström schließt sich Kevin Lamour, dem stellvertretenden Generalmanager der FIFA, an, der Infantinos Initiativen bereits kritisiert hatte, sowie Carlos Cordeiro, einem Berater, der aus Protest seinen Rücktritt angekündigt hat. Ihre Abgänge signalisieren wachsende Unzufriedenheit innerhalb der Organisation.
Die UEFA hat bereits rechtliche Schritte angedroht, wodurch der externe Druck auf Infantinos zunehmend lautere interne Kritiker steigt. Die Kombination aus Rücktritten, medialer Beobachtung und möglichen Klagen setzt den FIFA‑Präsidenten unter beispiellosen Druck.