Interimscoach Lichte vor neuer Krise, schröders kandidat im fokus
Borussia Mönchengladbach musste am Samstag eine 3:4‑Niederlage gegen Mainz 05 hinnehmen und rutschte damit auf den Tabellenletzten ab. Unter Interimscoach Jan‑Moritz Lichte feierten Sheraldo Becker und Teamkollege Kacper Potulski ihr Tor zum 2:1, während Sportdirektor Rouven Schröder bereits seinen Wunschkandidaten für die Trainerbank benannte.
Tore für Gladbach
Das 3:4 (1:2) gegen Mainz 05 war die vierte Pleite in der vierten Saisonrunde und markiert den schlechtesten Saisonstart in der Vereinsgeschichte von Borussia Mönchengladbach. Der Rückschlag kam nur sechs Tage nach der Entlassung von Cheftrainer Eugen Polanski.
Unter Interimscoach Jan‑Moritz Lichte erzielte die Heimmannschaft vier Treffer: Phillip Tietz in der 18. Minute, Sheraldo Becker in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit (45+1), Eric Martel in der 78. Minute und Danny da Costa in der 89. Minute. Die Treffer reichten nicht aus, um die Abwehrschwächen auszugleichen.
Mainz reagiert
Mainz antwortete mit drei Toren. Ex‑Nationalspieler Florian Neuhaus traf bereits in der 11. Minute, Isac Lidberg glich in der 59. Minute aus, und Shuto Machino bescherte in der Nachspielzeit (90+5) den Siegtreffer per Handelfmeter.
Torhüter Alexander Schwolow ersetzte den verletzten Stammtorhüter Robin Zentner, während Kevin Diks für Mainz einen weiteren Handelfmeter (57.) nicht verwerten konnte.
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Trainerfrage bei Schröder
Vor dem Spiel gegen Mainz sprach Sportdirektor Rouven Schröder über seinen Wunschkandidaten für die Trainerbank. „Wir haben mittlerweile einen klaren Favoriten“, erklärte er und schloss die Namen Horst Steffen und Christian Titz aus.
Schröders Hinweis verdeutlicht, dass sein neuer Heilsbringer noch vor dem anstehenden Derby gegen den 1. FC Köln am 11. Oktober gefunden werden muss. Er betonte, dass die Entscheidung zeitnah getroffen werden müsse, um das Team zu stabilisieren.
Die Atmosphäre im Borussia‑Stadion war von lautstarken Gesängen der Nordkurve geprägt, darunter das Mantra „Wir woll'n euch kämpfen sehen“. Trotz rund 50.000 Zuschauern blieb die Defensive lückenhaft, was Becker im Strafraum zu viel Raum ließ.
Kein Cheftrainer, null Punkte und nun Tabellenletzter – die Krise hat sich weiter verschärft. Fans konnten das Geschehen zudem über die offizielle App verfolgen, was die Diskussion um die bevorstehende Trainerentscheidung weiter anheizt.