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Inter reist nach Wien, Österreichs Frauen starten Champions‑League‑Phase im Generali‑Arena
Am Donnerstag um 18.45 Uhr trifft die Wiener Austria in der Generali Arena im ersten Heimspiel der Frauen in der Ligaphase der Women’s Champions League auf Inter Mailand, den großen Namen im Männerfußball.
Italiens Frauenfußball erreicht neue Höhen
Das italienische Nationalteam erreichte bei der EM 2025 in der Schweiz nach starker Leistung in der Gruppenphase das Halbfinale, verlor jedoch gegen England mit 1:2 nach Verlängerung. Die Serie A Femminile gilt laut dem Analyseportal Opta als fünftbeste Frauenliga der Welt nach USA, England, Spanien und Deutschland.
Der Wendepunkt war 2022, als das Parlament das Nanncini‑Gesetz verabschiedete und einen staatlichen Millionenfonds für die Professionalisierung im Frauensport einrichtete. Dieses Gesetz ermöglichte neue Arbeitsverträge und erleichterte den Übergang von Amateur‑ zu Profistatus für Athletinnen.
Finanzielle Entwicklung und wachsende Zuschauerzahlen
„Man hat in den letzten Jahren gemerkt, dass viel vorangeht“, sagt Verena Hanshaw, die bis zum Sommer bei AS Rom spielte und den italienischen Fußball gut kennt. Sie betont, dass die Italienerinnen technisch und taktisch stark geworden seien, die Infrastruktur jedoch noch ausbaufähig sei.
Personalkosten der Vereine haben sich zwischen der Saison 2021/22 und 2024/25 mehr als verdoppelt und liegen bei rund 3,5 Millionen Euro pro Verein, wobei 65 Prozent auf die Spielerinnen entfallen. Gleichzeitig steigen die Erlöse auf etwa 1,2 Millionen Euro pro Verein, angetrieben durch höhere Sichtbarkeit und steigende Zuschauerzahlen.
Mehr als 60 Prozent der Kader setzen auf „Homegrown“-Spielerinnen, was das Nationalteam stärkt. 2024 wurde die Liga auf zwölf Teams erweitert, große Stadien werden stärker genutzt und die Stadionbesuche haben sich innerhalb von drei Jahren verdreifacht.
Im Vorjahr lag die Besucherzahl laut Medienberichten bei knapp unter 900 Zuschauerinnen und Zuschauern pro Spiel. Der Verband rechnet mit einer Community von über 23 Millionen Followern, betont jedoch, dass noch viel Arbeit am Geschäftsmodell des Frauenfußballs nötig sei.