Serie A
Inter peilt finanzielle Entlastung an, Frattesi wechselt zu Lazio
An einem hellen Morgen im San Siro packte Davide Frattesi seine Ausrüstung, was das Ende seiner Inter-Milan-Station und einen Wechsel zu Lazio signalisiert, wo Gennaro Gattuso bereit ist, dem römischen Mittelfeldspieler mehr Spielzeit zu geben; das Geschäft beinhaltet ein Leihgeschäft über €1 million mit einer Kaufoption über €14 million.
Seit Januar 2025 ist der Verkauf von Davide Frattesi ein wiederkehrendes Thema auf dem Transfermarkt und kennzeichnet eine klare Strategie von Inter, seine Mittelfeldressourcen neu zu ordnen.
Frattesi kam 2023 zu Inter auf einem Fünf‑Jahres‑Vertrag, der bis 2028 läuft, und steht nun nur noch einen Schritt von einem Wechsel zu Lazio entfernt, wo Gattuso glaubt, dass er stärker zum Einsatz kommen wird.
Seit Simone Inzaghi setzte ihn häufig in Spielen ein, verschlechterte sich die Situation für den Mittelfeldspieler unter der Führung von Chivu, da er in der Hierarchie von Barella, Mkhitaryan und Sucic überholt wurde.
Finanzieller Hintergrund von Frattesi
Offizielle Bilanzen zeigen die historische Anschaffungskosten von Frattesi in Inters Büchern bei €32.826 million. Bis zum 30 June 2025 war sein Netto‑Buchwert auf €19.628 million gesunken, und es wird prognostiziert, dass er bis zum 30 June 2026 auf €13.063 million fällt.
Leihstruktur und Kaufoption
Das Geschäft mit Lazio ist als ein Leihgeschäft über €1 million strukturiert, das unter bestimmten Bedingungen eine verpflichtende Kaufklausel über €14 million enthält, plus einer Klausel, die Inter über 20 % jeder zukünftigen Weiterverkaufsgebühr gewährt.
Calcio e Finanza stellte fest, dass Sassuolo, das Frattesi im Sommer 2023 erworben hatte, keine Weiterverkaufsprozentklausel an diesem Transfer anhängte.
Inters prognostizierte Einsparungen
Im Geschäftsjahr 2026/27 würde Inter das Bruttogehalt von €5.55 million (Netto €3 million) und die Leihgebühr von €1 million einsparen, insgesamt €6.55 million, plus eine jährliche Abschreibungsbelastung von €6.565 million, die für die aktuelle Saison weiterhin getragen wird.
Wird die Kaufoption über €14 million ausgeübt, würde Inter das Gehalt des letzten Jahres von €5.55 million und die Abschreibung des letzten Jahres vermeiden, was zu einer Gesamteinsparung von €12.115 million in 2027/28 führt.
Addiert man den Kaufpreis von €14 million, könnte Inter einen Pluswert von etwa €7.5 million verbuchen, basierend auf einem prognostizierten Spielerwert von €6.497 million zum 30 June 2027.
Clubpräsident Giuseppe Marotta würde daher die Transaktion nicht nur das Lohnbudget freisetzen, sondern auch einen bemerkenswerten buchhalterischen Gewinn für die Nerazzurri erzeugen.