Nations League
Infantino zieht den WM-Einsatzplan nach globaler Empörung zurück
Am 1. August 2026 gab FIFA‑Präsident Gianni Infantino eine neue Erklärung ab, nachdem sein Vorschlag, einen 20‑prozentigen Anteil an der Weltmeisterschaft zu verkaufen, öffentlich zu Schrott zerfetzt worden war. Die Ankündigung erfolgte nur wenige Stunden, nachdem der Plan von Fußballbehörden verurteilt worden war, und wurde von Whiley Sports Writer um 10:34 gemeldet. BilderGianni Infantino ist auf dem beigefügten Foto zu sehen.
Der umstrittene FIFA‑Chef hatte zuvor ein neues Gremium namens FIFA Forward Enterprise (FFE) vorgestellt, das FIFA‑Wettbewerbe, einschließlich der Weltmeisterschaft, leiten soll. Die Initiative wurde als Weg präsentiert, die Governance zu modernisieren und zusätzliche Einnahmen für den Sport zu generieren.
Der umstrittenste Punkt des FFE‑Vorschlags war die Absicht, den 20‑prozentigen Anteil an private Investoren zu verkaufen. Thrive Eternal, ein Unternehmen, das von Joshua Kushner – dem Bruder von Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner – gegründet wurde, wurde als Hauptinvestor des Vorhabens benannt.
Die Reaktion war schnell und heftig. Alle 55 UEFA‑Mitgliedsverbände versprachen, die Weltmeisterschaft zu boykottieren, während die Asiatische Konföderation und CONCACAF den Plan ebenfalls verurteilten. Die Empörung verbreitete sich in den USA und in der breiteren Fußballgemeinschaft und zeigte die Tiefe des Widerstands.
Am Samstagmorgen wandte sich der Schweizer Administrator an Instagram und postete ein Bild von sich, wie er einem Fan die Hand schüttelt. Die Bildunterschrift lautete: „Die FIFA‑Weltmeisterschaft 2026 brachte mehr Menschen, mehr Kulturen und mehr Gemeinschaften zusammen als je zuvor und zeigte die wahre Kraft des schönen Spiels.“ Der Beitrag, mit dem Vermerk Image: Bradley Collyer/PA Wire, enthielt den Hashtag #FootballUnitesTheWorld, erhielt ein paar tausend Likes und hatte die Kommentare deaktiviert.
In einer separaten Erklärung am Samstag erklärte Infantino, dass das FIFA Forward Enterprise‑Projekt dazu gedacht sei, Mitgliedsverbände zu stärken, insbesondere in Ländern, in denen Unterstützung am dringendsten benötigt wird. Er fügte hinzu, dass der Vorschlag die Mehrheit der Unterstützung von FIFA‑Mitgliedsverbänden, dem FIFA‑Rat, den Konföderationen und weiteren Interessengruppen benötige, aber dass „das Projekt Spaltungen geschaffen hat … und nicht weiterverfolgt wird.“
Mit seiner stark geschwächten Machtbasis – Infantino steht im nächsten Jahr zur Wiederwahl – sieht er nun der Aussicht auf eine ernsthafte Führungsherausforderung innerhalb der FIFA gegenüber.