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Infantino verliert belgisches Vertrauen, plant Konfrontation im Council

🇨🇭 Von 4AllFootball ·
Infantino verliert belgisches Vertrauen, plant Konfrontation im Council

FIFA‑Präsident Gianni Infantino hat am Montag die Unterstützung des belgischen Fußballverbands RBFA für seine Wiederwahl im März 2027 verloren, während er gleichzeitig plant, den umstrittenen Balogun‑Fall auf die Agenda der FIFA‑Council‑Sitzung am 15. Oktober zu setzen. Der Schritt folgt einem ungelösten Eklat um die Aufhebung einer Sperre für US‑Stürmer Folarin Balogun, der aus Europa keine Unterstützung mehr erhalten hat.

Der Royal Belgian Football Association (RBFA) teilte am Montag mit, dass er die Unterstützung für Infantino bei der anstehenden Wahl zurückzieht. "Zwei Monate nach den Vorfällen stellen wir fest, dass unsere Fragen bis heute unbeantwortet geblieben sind", zitierte die RBFA‑Präsidentin Pascale Van Damme in ihrer Erklärung.

RBFA‑Präsidentin Pascale Van Damme, die zugleich Mitglied des FIFA‑Council ist, will den "Fall Balogun" auf die Agenda der Council‑Sitzung am 15. Oktober setzen. "Wir bitten die FIFA, den Balogun‑Fall auf die Agenda der nächsten Sitzung zu setzen", betonte Van Damme.

Balogun‑Fall und mögliche Trump‑Einmischung

Der Kern des Konflikts liegt in der Rücknahme einer roten Karte gegen US‑Stürmer Folarin Balogun vor dem K.o.-Spiel gegen Belgien, nachdem US‑Präsident Donald Trump angeblich persönlich bei Infantino angerufen hatte. Ein bestätigtes Telefonat zwischen Trump und Infantino soll von der FIFA‑Ethikkommission geprüft werden.

Ende Juli hatte die norwegische Verbandspräsidentin Lise Klaveness bereits eine formelle Beschwerde gegen die FIFA in diesem Zusammenhang angekündigt, was die internationale Kritik weiter verstärkte.

UEFA fordert Rücktritt und prüft Gegenkandidaten

Die UEFA fordert den Rückzug von Infantino und bereitet eine Strafanzeige in der Schweiz vor, weil er den umstrittenen "FIFA Forward Enterprise"‑Plan zum Verkauf von Anteilen an FIFA‑Turnieren an private Investoren, teilweise aus Trumps Umfeld, vorangetrieben hatte. Sollte die UEFA ihn nicht zum Rücktritt bewegen, plant sie, den Kanadier Victor Montagliani als Gegenkandidaten ins Rennen zu schicken.

Auch DFB‑Präsident Bernd Neuendorf sitzt für die UEFA im FIFA‑Council, was die Bedeutung des belgischen Schrittes für die europäische Fußball‑Governance unterstreicht.

Infantino, der 56‑jährige Schweizer, kündigte an, trotz des Vertrauensverlusts im März 2027 erneut für das Präsidentenamt zu kandidieren. Sein früherer "Plan" zur Kommerzialisierung von FIFA‑Turnieren wurde bereits verworfen, und er muss nun mit dem Vorwurf der mangelnden Transparenz und Governance‑Defiziten umgehen. Ein Hinweis von SID wurde im Bericht erwähnt.

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