WM
Infantino setzt sich für 64‑Mann‑WM 2030 trotz globaler Debatte
FIFA-Präsident Gianni Infantino sagt, dass die erste 48‑Mann‑Weltmeisterschaft sich dem Ende zuneigt und er bereits die Grundlagen für ein 64‑Mann‑Turnier im Jahr 2030 legt. Er äußerte diese Kommentare in einem Interview mit dem Schweizer Sender Blue Sport und betonte die Notwendigkeit, über das aktuelle Format hinauszudenken.
Infantino sagte zu Blue Sport, dass das Thema nach dem Ende der aktuellen Weltmeisterschaft von den zuständigen Ausschüssen geprüft und diskutiert wird. „Das ist definitiv ein Thema, das nach dieser Weltmeisterschaft von den zuständigen Ausschüssen geprüft und diskutiert wird“, sagte er, so die Übersetzung.
Er fügte hinzu, dass eine Weltmeisterschaft der ganzen Welt dienen muss, nicht nur Europa und Südamerika, und dass jede Nation die Möglichkeit erhalten sollte, von einer Teilnahme zu träumen. „Bei der Ausrichtung einer Weltmeisterschaft ist es wichtig, sie für die ganze Welt zu organisieren – nicht nur für Europa und Südamerika, sondern praktisch für die gesamte Welt“, erklärte er.
Die Ausgabe 2030 wird von Portugal, Spanien und Marokko gemeinsam ausgerichtet, während die Vorrundenspiele in Argentinien, Paraguay und Uruguay ausgetragen werden, um das hundertjährige Jubiläum des ersten Turniers zu feiern. Damit erstrecken sich die Spiele über sechs Länder auf drei Kontinenten.
Das aktuelle Turnier befindet sich nach den Viertelfinals am Samstag im Halbfinale, der ersten Weltmeisterschaft in Nordamerika mit 48 Mannschaften und 104 Spielen. Frühere Ausgaben, wie das Turnier 1998 in Frankreich mit 32 Mannschaften, werden als Teil der Entwicklung des Wettbewerbs genannt.
Infantino hob den Erfolg der Veranstaltung hervor und verwies auf volle Tribünen und hohe TV-Quoten vom Gruppenphase bis zu den K.o.-Runden sowie auf den generellen Qualitätszuwachs auf allen Kontinenten.
Kritiker wie UEFA-Präsident und FIFA-Vizepräsident Aleksander Čeferin, der in Belgrad, Serbien, sprach, bezeichneten den Vorschlag als schlechte Idee und verglichen ihn mit den Debatten über die Erweiterung des NCAA-Turniers und des College Football Playoffs in den USA. „Ich halte das für eine schlechte Idee“, sagte er gegenüber Reportern, wie berichtet wurde.
Infantino sieht die Feier 2030 als günstigen Zeitpunkt, um über eine weitere Erweiterung nachzudenken, obwohl die Debatte unter Funktionären und Fans weltweit weitergeht.