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JUGEND

Hype um Eintracht‑Talent Ilicevic trifft Rekord‑Debüt, Trainer mahnt zurückhaltung

🇩🇪 Von 4AllFootball ·
Hype um Eintracht‑Talent Ilicevic trifft Rekord‑Debüt, Trainer mahnt zurückhaltung

Eintracht‑Talent Niko Ilicevic (16) feierte ein Rekord‑Debüt gegen den Hamburger SV und wurde sofort mittendrin gefeiert.

Durch seine Einwechslung gegen den Hamburger SV ist er der jüngste Bundesliga‑Spieler aller Zeiten.

Der Rekord wird geteilt mit einem Ex‑Talent, dessen Story ebenfalls eine Warnung vor zu viel Hype ist.

Rekord‑Debüt und unmittelbare Reaktionen

Er wurde kurz noch einmal geherzt von Trainer Adi Hütter, bekam einen Spruch von Altmeister Mario Götze, der an der Seitenlinie wartete, und grinste, während Fans Standing Ovations gaben.

Auf der Anzeigetafel stand 3:1, noch sechs Minuten zu spielen.

Ilicevic war 16 Jahre und einen Tag alt, damit jüngster Bundesliga‑Spieler jemals.

Er kam bei 92:02 Minuten aufs Feld, ein einziges Mal.

Nach 92:26 Minuten ging das Spiel mit einem Freistoß weiter.

Nach 92:42 Sekunden kam Ilicevic erstmals im Mittelfeld an den Ball.

Nach 92:46 strich sein Schuss knapp am rechten Pfosten vorbei.

Trainer Hütter sagte nach dem Spiel: "Was er in den paar Minuten gezeigt hat, war schon außergewöhnlich. Mich hat es aber nicht gewundert, weil er im Training genau das gleiche macht."

Ilicevic hatte in kurzer Einsatzzeit zwei Abschlüsse und legte Jonny Burkardt fast per schönem Steckpass das 4:1 auf.

Er hatte neunmal den Ball, brachte alle seine Pässe an den Mann.

Hintergrund, Warnungen und Ausblick

Mit 13 spielte sein Neffe von Ex‑HSV‑Profi Ivo Ilicevic bereits in der U17, mit 14 in der U19, oft gegen vier‑fünf Jahre ältere Gegner, und war dennoch der beste Mann auf dem Platz.

Mit 14 durfte er in zwei Testspielen der Profis mitwirken, was Eintracht eine Strafe von 20.000 Euro einbrachte, weil Spieler so früh nicht bei den Herren spielen dürfen, auch nicht in Testspielen.

Ex‑Sportvorstand Markus Krösche grinste die Strafe weg und übernahm Verantwortung, erklärte: "Niko ist weiter als andere 14‑Jährige. Er hatte es sportlich verdient."

Can Uzun kündigte an: "Da kommt noch einiges."

Younes Ebnoutalib sagte: "Er ist schon sehr weit für sein Alter, auch im Kopf. Ich feiere ihn einfach, er kommt rein, macht sich keinen Druck und spielt so, wie er im Training spielt."

Nach dem Spiel wurde Ilicevic von seinen Mitspielern vor die Kurve geschubst, wo er sich feiern lassen durfte und grinste dabei.

In den Geschichtsbüchern steht Ilicevic nun gemeinsam mit Ex‑BVB‑Talent Yousouffa Moukoko als jüngster Bundesliga‑Spieler aller Zeiten.

Moukoko's Entwicklung ist eine Warnung: Sechs Jahre nach Debüt spielt er bei Corum FK in der Türkei, die große Karriere ist es also nicht geworden, trotz vielversprechendem Start und großem Hype.

Trainer Hütter betonte: "Wir als Klub und ich als Cheftrainer sind gefordert, so mit ihm umzugehen, dass er eine gute Entwicklung macht. Grundsätzlich haben wir eine riesige Freude, dass wir so ein Talent haben. Aber wir sind auch gefordert, auf ihn aufzupassen."

Vorstandschef Axel Hellmann sagte: "Wir müssen uns über Nikos Talente nicht unterhalten, ich neige aber dazu, die Kirche ein wenig im Dorf zu lassen. Wir tun einem 16‑Jährigen keinen Gefallen, wenn wir ihn zu sehr hypen."

Bleibt er schrittweise in der Entwicklung und behält einen klaren Kopf, wird er in den nächsten Monaten und Jahren noch das eine oder andere Mal für Standing Ovations im Waldstadion sorgen.

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