HSV muss Sturmprobleme lösen, bevor Hoffenheim ansteht
HSV kommt nach dem ersten Saisonsieg mit einem 2:1 gegen den 1. FC Köln in die bevorstehende Länderspielpause. Der Triumph schenkt den Hanseaten ein positives Gefühl, doch gleichzeitig wachsen die Sorgen an der Elbe, weil die Sturmoptionen stark dezimiert sind.
Erster Saisonsieg stärkt die Stimmung
Der 2:1-Erfolg gegen den 1. FC Köln war der allererste Sieg der Saison für den Hamburger SV. Damit konnte das Team, das lange auf einen Treffer gewartet hatte, endlich ein Zeichen setzen. Die Hanseaten gingen mit einem deutlich verbesserten Selbstvertrauen in die bevorstehende Pause.
Trotz dieses Aufschwungs hat sich die Lage im Sturm seitdem besorgniserregend verschlechtert. Patson Daka kehrte von der Länderspielreise aus Sambia mit einem Muskelfaserriss zurück und wird voraussichtlich zwei bis drei Wochen ausfallen. Auch Terem Moffi fehlt mindestens für das anstehende Wochenende gegen Hoffenheim wegen Knieproblemen.
Verletzungspech im Sturm
Yussuf Poulsen musste im Testspiel gegen Kopenhagen bereits nach zwanzig Minuten das Feld verlassen, nachdem er einen Schlag auf die Wade erhalten hatte. Der 32-Jährige gab nach dem Spiel zwar Entwarnung, doch Trainer Merlin Polzin verfügt aktuell nur über den jungen Otto Stange als gesunden Mittelstürmer.
Polzin sieht Chance im Neuzugang trotz Ausfällen beim HSV
Polzin, der mit fünfunddreißig Jahren die Verantwortung trägt, hat bereits gegen Kopenhagen einen Notfallplan aktiviert. Der Plan sieht vor, dass der portugiesische Stürmer Fabio Vieira die vorderste Angriffslinie übernimmt.
Vieira gilt als der klar herausragende Spieler beim Hamburger SV und kann als falsche Neun mehr Tiefe und Kreativität in das Spiel bringen. Polzin könnte diese Lösung bereits im kommenden Duell gegen Hoffenheim einsetzen, in der Hoffnung, dass die verletzten Kräfte Daka und Moffi bald zurückkehren.
Allerdings bleibt unklar, ob die Verletzungshistorie von Poulsen und Moffi nicht erneut zu Ausfällen führt. Sollte die Situation es zulassen, könnte Vieira künftig noch häufiger im Sturmzentrum auftreten, was die taktische Ausrichtung des HSV nachhaltig prägt.