HSV muss fünf Baustellen beseitigen, um Wendepunkt zu erreichen
Der Hamburger SV hat nach drei Ligaspielen null Punkte und zwölf Gegentore kassiert – ein Saisonstart, der kaum schlechter sein könnte. Trainer Merlin Polzin steht vor dem Heimspiel gegen den 1. FC Köln am Samstag unter Druck, während die Vereinsführung bereits fünf zentrale Baustellen benannt hat, um die Wende zu schaffen, das von Stuart Franklin illustriert die missliche Lage.
Das zweite Jahr nach dem Aufstieg wird voraussichtlich schwieriger als die Vorsaison, in der die sogenannten Rothosen für viele schwer zu berechnen waren – das lag zwar auf der Hand. Die Verantwortlichen sehen darin ein frühes Warnsignal für die aktuelle Misere. Die Mannschaft muss daher schnell reagieren, um den Abstieg zu verhindern.
Nach den 0:5‑Niederlagen gegen Mainz und Leipzig steht der HSV nun vor dem Heimspiel gegen den 1. FC Köln am Samstag unter erheblichem Druck. Die beiden Niederlagen haben die Punktlosigkeit nach drei Spielen besiegelt. Die Fans erwarten, dass das Team bis zum Spiel gegen Köln zumindest einen Punkt holt.
Defensive Probleme und fehlende Kompaktheit
Trainer Merlin Polzin muss zunächst die Defensive stabilisieren. Zwölf Gegentore nach drei Spielen sind viel zu viel – nur Borussia Mönchengladbach hat derzeit die gleiche Bilanz. Eine kompakte Abwehr war das Fundament des Aufstiegs, das nun wieder aufgebaut werden muss.
Sportdirektor Claus Costa betonte: „Was uns letzte Saison stark gemacht hat, war, dass wir sehr kompakt standen. Das fehlt uns derzeit. Eine defensive Stabilität war die Basis in der vergangenen Saison.“
Polzin sieht Chance im Neuzugang trotz Ausfällen beim HSV
Der HSV ist besonders anfällig bei Kontern, weil der frühere Erfolgsgarant Luka Vuskovic fehlt. Stammspieler Jordan Torunarigha und Nicolas Capaldo liegen derzeit unter ihrer üblichen Form und können den jungen Kroaten nicht kollektiv ersetzen. Ohne Vuskovic fehlt die nötige Schnelligkeit, um gegnerische Angriffe rechtzeitig zu neutralisieren.
Offensive Schwäche und verspätete Neuzugänge
Ein weiteres Problem ist, dass der Kader erst spät im Sommer komplett wurde, sodass Polzin noch seine Stammelf finden muss. Diese Verzögerung erschwert das Einspielen einer effektiven Offensivstrategie.
Im Sturm setzte Polzin bereits Patson Daka, Terem Moffi und Yussuf Poulsen ein, doch keiner hat bislang ein Tor erzielt. Laut liegt der erwartete xG‑Wert des HSV bei 1,8 – nur SC Paderborn liegt darunter. Die mangelnde Torproduktion erhöht den Druck auf die Defensive, die bereits stark beansprucht wird.
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Der im Vorjahr für neun Millionen Euro von Arsenal verpflichtete Fabio Vieira gilt als Coup, doch er hat sich noch nicht in die Startelf eingespielt und blieb gegen Mainz und Leipzig auf der Bank.