Bundesliga
HSV erhöht Kapazität des Volksparkstadions – Kosten für 3 000 neue Plätze
Während das Hamburger Volksparkstadion mit 57 000 Plätzen bereits den sechsten Rang im internen Bundesliga‑Ranking belegt, plant der HSV eine Erweiterung auf 60 000 Plätze, um der regelmäßigen Ausverkauft‑Situation zu begegnen. Die Bauarbeiten sollen Ende Oktober beginnen und kosten fünf bis sechs Millionen Euro für die zusätzlichen 3 000 Sitzplätze.
Stufenweiser Ausbau und Platzgewinn
Zunächst werden im A‑Rang sowie auf der Ost‑ und Westtribüne zusätzliche Sitze an den Treppenaufgängen installiert, wodurch sofort 600 Zuschauer mehr Platz finden. Im Winter 2027 sollen je nach Witterung etwa 2 000 weitere Plätze im B‑ bzw. C‑Rang montiert werden. In der abschließenden Phase ist geplant, den Abstand zur Spielfläche zu verkleinern, um weitere 400 Plätze zu schaffen.
Finanzierung und Ranking‑Auswirkungen
Der Finanzierungsanteil stammt von der in diesem Jahr gegründeten Fan‑Genossenschaft Supporters Trust. Trotz der Erweiterung bleibt der HSV im Stadion‑Ranking auf Platz sechs, rückt jedoch näher an Stuttgart (60 499 Plätze) und Frankfurt (60 100 Plätze) heran. Die Top‑3 der Bundesliga‑Stadien bleiben Borussia Dortmund (81 365), FC Bayern (75 024) und FC Schalke (62 271).
Durch die zusätzlichen 3 000 Plätze rechnet der HSV mit einem jährlichen Mehrumsatz von 1,5 bis 2 Millionen Euro, sodass die Investitionskosten bereits nach wenigen Jahren amortisiert sein sollen.
Im Vergleich dazu hat das Berliner Olympiastadion, Heimat von Hertha BSC, mit 74 475 Plätzen eine deutlich höhere Kapazität als das Volksparkstadion, selbst nach dem geplanten Ausbau.
Stuart Franklin/GettyImages liefert das Bildmaterial, das die aktuelle Situation des Volksparkstadions mit 57 000 Sitzplätzen dokumentiert.
Obwohl ein genauer Termin für die abschließende Bauphase fehlt, könnten bereits in dieser Saison, abhängig vom Baufortschritt, mehr Tickets an die Fans verkauft werden.