HSV erhält Genehmigung zum Ausbau des Stadions auf über 60.000 Plätze
Gute Nachricht für den Hamburger SV: Die Entscheidung, dass der HSV sein Stadion ausbauen darf, wurde am Dienstag verkündet und eröffnet die Möglichkeit, die Zuschauerzahl im Volksparkstadion deutlich zu erhöhen. Der sechsmalige deutsche Meister plant, die Kapazität von derzeit 57.000 auf über 60.000 Plätze zu steigern, wobei die ersten Umbauarbeiten im Oktober beginnen sollen.
Aktuelle Kapazität und Ausblick
Der Fußball‑Bundesligist hat derzeit 57.000 Plätze in der Arena und plant die Erweiterung der Stadionkapazität auf mehr als 60.000 Plätze. Im vergangenen Saisondurchschnitt besuchten 56.947 Zuschauer jedes Heimspiel, und die 22 HSV‑Heimspiele waren alle ausverkauft. Damit rangiert der Klub im Bundesliga‑Ranking hinter Dortmund, Bayern, Stuttgart und Frankfurt.
Finanzierung durch den Supporters Trust
Der Klub finanziert den Ausbau über den HSV Supporters Trust, einer im Mai gegründeten Fan‑Genossenschaft, bei der Mitglieder Anteile an der HSV Fußball AG & Co. KGaA erwerben können. Mit rund 3.500 Mitgliedern wurden fast sechs Millionen Euro gesammelt. Diese Mittel fließen in den Ausbau, ohne die Ticketpreise zu beeinflussen.
Bauzeitplan und Spielbetrieb
Die Genehmigung wurde am Dienstag erteilt, und die ersten Umbauarbeiten sollen bereits im Oktober beginnen. Sie werden in den Zeiträumen zwischen den Heimspielen der Bundesliga‑Mannschaften von Männern und Frauen durchgeführt, um einen reibungslosen Spielbetrieb zu gewährleisten. Ein genauer Abschlusszeitpunkt ist noch nicht festgelegt, und der Verkauf neuer Plätze hängt vom Baufortschritt ab.
Nach der Corona‑Pandemie überschritt der HSV die 50.000‑Besucher‑Marke, und die Nachfrage blieb hoch, selbst in den Jahren der Zweitklassigkeit. Die durchschnittliche Besucherzahl von 56.947 pro Spiel verdeutlicht die kontinuierliche Unterstützung der Fans. Die gute Nachricht für den Hamburger SV ist, dass die Stadionerweiterung die bereits starke Fanbasis weiter stärken kann.
Als erstes nimmt sich der HSV den A‑Ring vor, dem Bereich am nächsten zum Spielfeld, wo zusätzliche Sitze an Auf‑ und Abgängen entstehen. Wie bereits angekündigt, folgen danach Erweiterungen im B‑ und C‑Ring, bevor am Ende weitere Plätze im A‑Ring Richtung Spielfeld gebaut werden. Zusätzlich sind neue Sanitäranlagen geplant.
Erste sichtbare Ergebnisse des Ausbaus sollen bereits im Laufe der Hinrunde zu sehen sein, wie die Hamburger Morgenpost berichtet. Sobald neue Plätze fertiggestellt sind, können sie in den Verkauf gehen, wobei betroffene Dauerkarteninhaber frühzeitig informiert werden. Der Klub betont, dass die Fans während der Bauphase keine Einschränkungen beim Besuch der Heimspiele erwarten müssen.
Der Kontrast zwischen einer fast immer vollen Arena und dem geplanten Ausbau auf über 60.000 Plätze zeigt, dass der HSV seine Position als beliebter Fußball‑Bundesligist festigen will. Die Entscheidung, das Stadion zu erweitern, legt den Grundstein für noch mehr Zuschauererlebnis in der Zukunft.