Hoeneß verteidigt Führich und Vagnoman nach kritischer DFB‑Beurteilung
Im Trainingsgelände des VfB Stuttgart herrschte nach dem 5:0‑Sieg gegen Greuther Fürth angespannte Stimmung, als die Medien die Auftritte von Chris Führich und Josha Vagnoman bei den letzten Länderspielen kritisierten. Beide, Nationalspieler des VfB, hatten nur kurze Einsatzzeiten gegen die Niederlande, während Vagnoman das komplette Spiel gegen Griechenland absolvierte.
Kurze Einsätze, große Kritik
Chris Führich kam gegen die Niederlande nach einer Einwechslung von etwas weniger als einer halben Stunde zum Einsatz. Josha Vagnoman hingegen spielte die vollen 90 Minuten in der Niederlage gegen Griechenland. Die ‑Zeitung bezeichnete die beiden Auftritte als „enttäuschend“ und führte das späte Gegentor zum Remis sowie die Niederlage als mögliche Ursachen an.
Hoeneß widerspricht der Einschätzung
Stuttgart‑Cheftrainer Sebastian Hoeneß zeigte sich mit der Bewertung nicht einverstanden. Nach dem Testspiel gegen Greuther Fürth erklärte er, dass Führich in guter Form sei und „zwei Tore vorlegen kann, wenn es richtig gut läuft“. Er betonte, dass die Beurteilung stark vom jeweiligen Spielszenario abhänge.
Vagnoman erhält Rückhalt
Hoeneß verteidigte Vagnoman, der nach einer „schwierigen Situation“ stark zurückgekommen sei. Er hob Vagnomans guten Saisonverlauf hervor und forderte mehr Kredit für den jungen Verteidiger: „Er ist professionell und ein feiner Kerl.“ Der Coach wies darauf hin, dass Vagnoman Teil einer Mannschaft war, die verloren habe, und dass diese Gesamtbeurteilung nicht allein auf ihn zurückfallen dürfe.
Die Diskussion bleibt offen, ob Führich und Vagnoman unter Jürgen Klopp noch Chancen in der deutschen Nationalmannschaft erhalten. Hoeneß ließ jedoch klar erkennen, dass er hinter seinen VfB‑Spielern steht und deren weitere Entwicklung unterstützt.