Hier droht Machtkampf bei Eintracht Frankfurt, Hütter sorgt für Ruhe
Hier im Stadion von Eintracht Frankfurt herrscht gespannte Stille, während Trainer Adi Hütter in der Kabine das Wort ergreift, um nach turbulenten Wochen ein wenig Ruhe zu versprechen. Trotz seiner Bemühungen brodelt im Verein ein Machtkampf, dessen Zentrum der Sportvorstand Markus Krösche ist.
Hütter bringt Ruhe, doch Machtkampf bleibt
Adi Hütter, der seit letztem Sommer das Traineramt innehat, hat in den letzten Spielen für ein stabileres Spielbild gesorgt. Seine Präsenz wird von vielen als wichtiger Anker für die dringend benötigte Ruhe im Klub gesehen. Damit konnte er zumindest auf der Trainerposition ein Stück Normalität zurückbringen.
Dennoch tobt im Verein ein offener Machtkampf, der die internen Strukturen erschüttert. Im Zentrum steht der Sportvorstand Markus Krösche, dessen Entscheidungen immer wieder für Spannungen sorgen. Trotz Hütters Bemühungen bleibt die Atmosphäre von Unsicherheit geprägt.
Krösche verlässt Vertrag, Hellmann steigt auf
Nach Angaben der Sport wird Krösche seinen bis 2028 laufenden Vertrag nicht vollenden. Dieser Schritt stärkt Axel Hellmann, der dadurch zunehmend an Einfluss gewinnt. Hellmanns wachsende Macht wird von Teilen des Vorstands ausdrücklich begrüßt.
Der bis 2031 gebundene Vorstandssprecher, ein 55‑jähriger Veteran, genießt laut Bericht großen Rückhalt im Klub. Viele kämpfen dafür, dass er langfristig bei der SGE bleibt, während ein Plan vorsieht, Hellmann nach Krösches Weggang zum Vorstandsvorsitzenden zu befördern. Gleichzeitig wird betont, dass die Frankfurter einen neuen Sportvorstand benötigen. Ohne Nachfolger könnte die aktuelle Instabilität weiter zunehmen.
Neue Führungskräfte und Ultras im Fokus
Für die vakante Sportdirektor‑Position wird Joti Chatzialexiou vom 1. FC Nürnberg als möglicher Kandidat genannt. Seine Erfahrung aus der 2. Bundesliga soll helfen, die Führungsstruktur zu stabilisieren. Er steht damit im Fokus der Diskussionen um die zukünftige Sportleitung.
Parallel dazu spielt Mathias Beck eine tragende Rolle. Der Präsident will laut weiterhin Aufsichtsratsvorsitzender bleiben und strebt an, sich mit mindestens 95 Prozent der Stimmen bei der Mitgliederversammlung am 19. Oktober wiederzuwählen. Der Präsident hat sich zum Ziel gesetzt, den Zusammenhalt in der Eintracht‑Familie zu stärken und die Missgunst innerhalb der Gremien zu verringern. Beck dürfte weiterhin die Unterstützung von Benjamin von Loeften als Vizepräsident erhalten.
Benjamin von Loeften, 39, soll als Vizepräsident den Schatzmeisterposten übernehmen und gilt als enger Vertrauter der Ultra‑Szene, die er selbst als SGE‑Ultra bezeichnet. Die Ultras besitzen bei Abstimmungen erheblichen Einfluss und könnten die Doppelspitze Beck / von Loeften unterstützen, solange von Loeften im Boot bleibt. Für Frankfurt geht es mit seiner Beförderung auch darum, das Ultra‑Problem – gefährlicher Pyrotechnik‑Einsatz, schwere Verletzungen, finanzielle Schäden und Justizermittlungen – in den Griff zu bekommen. Scheitern Beck und von Loeften, würde das Konfliktpotenzial zwischen Führung und Fans weiter anfachen.
Kommt es zu einem Scheitern der neuen Führung, könnte das bereits bestehende Konfliktpotenzial zwischen Management und Fans weiter entflammen und die sportliche Entwicklung von Eintracht Frankfurt gefährden. Die kommenden Monate werden zeigen, ob die angestrebte Einheit den Club aus der Krise führen kann.