Herthas Senkrechtstarter Adewumi im Visier von Rangnick
Herthas Senkrechtstarter Adewumi steht im Visier von Rangnick. Der österreichische Nationaltrainer Ralf Rangnick hat den Youngster nach einem Offensivdrang mit vielen Toren und Profis, die mit Spielspaß in jede Partie gehen, genauer beobachtet. In sechs Pflichtspielen erzielte der Flügelspieler bereits drei Tore.
Adewumis beeindruckender Saisonstart
Vergleicht man den Saisonstart mit dem vom letzten Jahr, finden die Anhänger von Hertha BSC sich in einer Parallelwelt. Der Auswärtsblock jubelte nach dem 3:1‑Auswärtssieg beim VfL Osnabrück, und die Euphorie der Anhängern war spürbar in der gesamten Mannschaft. So zeigte sich der Offensivdrang, viele Tore und Profis, die mit Spielspaß in jede Partie gehen.
Der Österreicher war der erste Neuzugang der Hertha, in einem Sommer, der von einem großflächigen Umbruch geprägt war. Insgesamt gab es 16 Abgänge, mit Adewumi nur vier Verpflichtungen – eine fest, drei Leihen. Zu den Leihgaben gehört der 21‑jährige, der vor allem durch seine Geschwindigkeit hervorsticht; letzte Saison bei Cercle Brügge wurde er mit 37,9 km/h geblitzt.
Einen solchen Traumstart hat wohl niemand erwartet: fünf Siege in fünf Ligaspielen und das Weiterkommen im DFB‑Pokal. Adewumi spielte zunächst als Joker, dann in Osnabrück erstmals von Beginn an in der Startelf. Er holte viele Freistöße, darunter den in der 50. Minute, der die 1:0‑Führung durch Kapitän Josip Brekalo einleitete.
Rangnicks wachsende Aufmerksamkeit
Österreichs Nationaltrainer Ralf Rangnick wirft einen Blick auf Adewumi und hat ihn am Dienstag in den erweiterten Kader der A‑Nationalmannschaft für die anstehenden Nations‑League‑Spiele berufen. Dort steht er auf Abruf für die Partien gegen Israel, Kosovo und Irland. Fix nominiert ist er jedoch in der U21 für die EM‑Qualifikationsspiele gegen Dänemark und Wales.
In der Sommervorbereitung sagte Oluwaseun Adewumi im Interview mit der Berliner Morgenpost, dass sich jeder Nationalspieler selbst mit Leistungen nominiert. „Wenn man gute Leistungen zeigt, werden einem in Österreich keine Steine in den Weg gelegt“, erklärte er und blickte in die Zukunft: „Ich hoffe, dass auch meine Zeit kommen wird.“
So bleibt die Euphorie bei den Anhängern erhalten, während die Mannschaft im weiteren Saisonverlauf auf den Offensivdrang und die Torgefahr von Adewumi bauen wird. Die nächsten Länderspiele und U21‑Qualifikationsmatches bieten dem Youngster weitere Chancen, seinen Blick auf die internationale Bühne zu schärfen, im laufenden Jahr.