Hertha BSCs neue Mentalität treibt sie zu fünfter Siegserie
In der Mixed Zone nach dem 3:1‑Sieg gegen den VfL Osnabrück herrschte Euphorie: Spieler wie Deyovaisio Zeefuik und Torwarttrainer Andreas Menger füllten sich Teller, sangen den Chor „100 Punkte Hertha BSC“ und verkörperten die neue Mentalität, die die Berliner Mannschaft täglich vor jedem Spiel antreibt.
Fünf Siege in Folge
Auch der VfL Osnabrück kann Hertha BSC nicht stoppen. Die Berliner haben mit einem 3:1‑Erfolg die nächsten drei Punkte gesichert und damit zum fünften Mal in fünf Ligaspielen gewonnen. Damit steht die Mannschaft an der Tabellenspitze der 2. Liga.
Die makellose Serie von fünf Siegen in fünf Spielen unterstreicht die bemerkenswerte Mentalität, die die Berliner laut Trainer Stefan Leitl in jedem Spiel zeigen. Es ist bereits der fünfte Spieltag, und Hertha führt die Tabelle souverän an.
Sessa und die tägliche Mentalität
Kevin Sessa verriet, dass die Mannschaft sich jeden Tag und vor jedem Spiel einschwört. Er erklärte: „Wir sagen uns jeden Tag und vor dem Spiel, auch in der Halbzeit: 'Männer, wenn wir alles geben, können wir alles erreichen.' Deswegen leben wir auf dem Platz Vollgas.“
„Ich liebe es“, sagte Sessa mit einem breiten Grinsen, als er nach dem Treffer befragt wurde. Medien fragen Woche für Woche, wer das gedacht hätte – und Sessa antwortet nur mit Lachen.
Spielverlauf und Teamgeist
Die erste Halbzeit endete 0:0. Hertha zeigte viele Ballverluste und schwache Rückpässe, sodass Torwart Marius Gersbeck in der 40. Minute ein Kopfball‑Zuspiel klären musste, bevor VfL‑Keeper Jonas Krumrey den Ball erhaschen konnte.
In der zweiten Hälfte erzielte Kapitän Josip Brekalo das 1:0, gefolgt von einem gehaltenen Elfmeter, den Innenverteidiger Linus Gechter als riesigen Rückhalt bezeichnete. Kurz darauf traf Kevin Sessa sein erstes Tor für die Berliner, das er lachend als „unglaublich glücklich“ bezeichnete.
Trainer Stefan Leitl betonte nach dem Spiel, dass es im Sinne des Sports sei, das Maximale herauszuholen, und mahnte die Mannschaft, demütig zu bleiben, am Boden zu bleiben und weiter hart zu arbeiten. Für Niklas Kolbe beantwortet sich die Frage bereits selbst: „So kann man es stehen lassen!“
Durch die neue Spielanlage agieren die Profis offensiv, suchen mit hohem Pressing den kürzesten Weg zum Tor und zeigen damit den wachsenden Teamgeist, der sich in den vergangenen Partien stark gezeigt hat.
In der Mixed Zone nach dem Spiel wurden Gerichte für Staff und Spieler vorbereitet. Deyovaisio Zeefuik und Andreas Menger füllten sich Teller, lachten und verschwanden in die Kabine, während die Pressesprecherin leise den Gesang „100 Punkte Hertha BSC“ anstimmte. Foto: IMAGO/Maximilian Koch dokumentierte die Szene.