Hertha BSC surft auf Siegesserie, Bobic feiert Rechtsstreit
Ex‑Manager Fredi Bobic blickt auf zwei kontrastierende Entwicklungen: Hertha BSC fährt mit sechs Siegen in Folge an die Tabellenspitze der 2. Liga, während sein langjähriger Rechtsstreit mit Legia Warschau im August abgeschlossen wurde.
Erfolgreiche Saison in der 2. Liga
Hertha BSC hat in den letzten sechs Ligaspielen jeweils gewonnen, damit die volle Punktzahl von sechs erreicht und den ersten Tabellenplatz gesichert. Die „Alte Dame“ zeigte damit, dass sie nach dem Sommerumbruch stärker denn je ist.
Der jüngste Triumph war das Top‑Spiel gegen Dynamo Dresden, das Hertha mit 2:1 im Rudolf‑Harbig‑Stadion entschied. Dieser Sieg festigte den Aufstiegskurs und ließ die Fans jubeln.
In der Off‑Season verließ die Berliner Mannschaft 16 Spieler, darunter Hochkaräter Fabian Reese und Supertalent Kennet Eichhorn, die für überlebenswichtiges Geld gingen. Gleichzeitig wurden vier externe Spieler verpflichtet und junge Talente aus dem Nachwuchs integriert.
„Hertha ist enger zusammengerückt und Stefan Leitl macht einen überragenden Job“, betont Bobic. Der Trainer wird für seine Arbeit mit dem Wort „Job“ gelobt, weil er ohne große Namen die Mannschaft an die Spitze geführt hat.
Bobic’s Rechtsstreit findet Abschluss
Nach anderthalb Jahren im Amt wurde Bobic zunächst ordentlich, dann außerordentlich gekündigt. Er klagte gegen beide Kündigungen; die ordentliche wurde abgewiesen, die außerordentliche jedoch zugesprochen.
Im August dieses Jahres endete der Rechtsstreit, als ein Vergleich mit dem polnischen Erstligisten Legia Warschau vollzogen wurde. Der Sportdirektor von Legia bestätigte, dass das Thema endlich abgeschlossen sei und alle Seiten nach vorn schauen können.
„Ja, der Vergleich wurde erfüllt. Und das eigentlich unnötige Thema ist nach so langer Zeit endlich beendet“, sagte der Legia‑Direktor. Bobic hob zudem die Rolle von Dr. Peter Görlich hervor, der laut ihm einen großen Anteil am Abschluss des Vergleichs hatte und ein großes Lob verdient.
Damit verbindet sich Herthas aktueller Aufstiegskurs mit Bobics persönlichem Erfolg im Rechtsstreit – beide zeigen, dass die Berliner Mannschaft und ihr ehemaliger Manager nun unbeschwert nach vorne blicken können.