Hertha BSC feiert Traumstart, doch Leitl kritisiert den Arbeitssieg
Im Olympiastadion Berlin hallte das Pfiffgeräusch, als Hertha BSC nach einem frühen Treffer die Führung übernahm und schließlich mit einem 2:1 gegen den 1. FC Magdeburg den perfekten Traumstart bestätigte. Trotz des Zittersiegs dürfen sich die Berliner nun Spitzenreiter nennen, doch Trainer Stefan Leitl übte sofort Kritik am sogenannten Arbeitssieg.
Traumstart und neuer Spitzenreiterstatus
Der Sieg setzte die Erfolgsserie der Alten Dame fort und bestätigte den Traumstart, den die Mannschaft bereits im Sommer umgesetzt hatte. Nach dem 2:1 gegen den FCM darf sich die Berliner Mannschaft nun offiziell als Spitzenreiter der 2. Liga bezeichnen. Trainer Stefan Leitl, der das Team seit dem Sommer leitet, zeigte sich jedoch nicht uneingeschränkt zufrieden.
Auf der Pressekonferenz nach dem Spiel sagte Leitl: „Wir wurden komplett gefordert heute in allen Phasen des Spiels.“ Er kritisierte insbesondere den Ballbesitz-Part und betonte, dass die Mannschaft die Kontrolle ins Spiel reinbekommen müsse. Die Statistik bestätigte seine Aussage: Magdeburg hielt 61 Prozent Ballbesitz, ein deutliches Zeichen für die Grenzen, die der Gegner der Alten Dame aufwies.
Kritik am Ballbesitz und weitere Spieldetails
Nach zehn Minuten setzte Josip Brekalo den ersten Treffer, nachdem Kevin Sessa am Flügel durchgedrungen war und Mads Pedersen den Ball ins Eck brachte. Der Neuzugang vom FC Augsburg passte zu Brekalo, der den Ball flach ins untere rechte Eck verwandelte – ein klassischer Arbeitssieg, wie Leitl später bei Sky bezeichnete.
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In der 31. Minute glich Falko Michel per Kopf nach einer Flanke von Baris Atik aus. Leitl ersetzte daraufhin Soufian Gouram, obwohl der 21‑jährige Leihspieler vom FC Burnley, Oluwaseun Adewumi, erst in der zweiten Hälfte zum 2:0 beitrug. Ich bestätige, dass Adewumi nach nur zwei Minuten auf dem Platz den entscheidenden Treffer erzielte.
Die zweite Halbzeit blieb hart umkämpft. Ein vermeintlicher Ausgleich in der 57. Minute wurde durch eine Abseitsstellung von Mateusz Zukowski verhindert. Trotz mehrerer Chancen blieb die Defensive der Berliner standhaft, und Leitl fasste zusammen: „Wir haben nie Ruhe in dieses Spiel bekommen, aber wir haben gekämpft und Leidenschaft gezeigt.“
Mit vier Siegen und zwölf Toren in dieser Saison hat die Alte Dame in 59 Jahren im Profifußball noch nie ein solches Ergebnis erzielt. Der nächste Erfolg steht am kommenden Sonntag gegen den VfL Osnabrück, den Aufsteiger, der aktuell den achten Tabellenplatz belegt. Ob die Siegesserie weitergeht, bleibt abzuwarten.