Champions League
Hartono‑Brüder machen Como‑Stadion zum Champions‑League‑Zentrum
Am Donnerstagabend verwandelt das nach dem Ersten Weltkrieg erbaute Stadio Giuseppe Sinigaglia in Como, ein Stadion mit 13 602 Plätzen, das nach einem Ruderer benannt ist, das Zentrum des europäischen Fußballs: Der Debütant Como 1907 spielt in der Champions League gegen RB Leipzig, während indonesische Milliardäre das Projekt für die Reichen finanzieren.
Vom Insolvenzklub zum Champions‑League‑Debüt
Der Klub Como 1907, vor acht Jahren insolvent, spielte vor zwei Jahren noch in der 2. Liga. Heute ist er Debütant in der Champions League und trifft am Donnerstagabend auf RB Leipzig. Der Aufstieg brachte den Klub auf Platz vier in der Liga und verdrängte AC Milan und Juventus in die Europa League. Dazwischen hat der Klub seine Spielphilosophie neu definiert.
Im Jahr 2019 kamen die indonesischen Milliardäre Robert Budi Hartono und Michael Bambang Hartono als neue Eigentümer. Ihr Vermögen wurde im Vorjahr auf über 40 Milliarden US‑Dollar geschätzt, und sie investierten im Sommer 2025 100 Millionen Euro in neue Spieler. In den Jahren seit dem Einstieg der Hartono‑Brüder hat der Klub stark investiert. Diese finanzielle Macht macht das Projekt zu einem Spiel für die Reichen.
Cesc Fabregas, Welt‑ und Europameister, kam 2022 als Spieler, wurde Jugendtrainer und schließlich Chefcoach der Profis. Die beschrieb ihn als Mischung aus Guardiola, Conte und Harry Potter. Unter seiner Führung erreichte der Klub den vierten Platz und sicherte sich die Champions‑League‑Teilnahme im europäischen Fußballs.
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Umbaumaßnahmen und UEFA‑Auflagen
Die UEFA verlangte mehrere Anpassungen: Eine Stahlrohrtribüne wurde durch Beton ersetzt, das Spielfeld verbreitert und die Spielerbänke sowie der Tunnel verlegt. Für das Debüt in der Champions League reicht das vorerst, doch ein umfassender Umbau ist geplant. Diesen Umbau plant der Verein bis 2028, und das Stadion soll dann 35 000 Plätze bieten.
Um diesen Artikel hören zu können, benötigen Sie ein KURIER Abo. Der Verein hat beschlossen, Sitzplätze beim Spiel gegen Leipzig an Fans zu verschenken, die 1950 oder früher geboren sind und den Klub seit Jahrzehnten verfolgen. Für alle anderen Fans, die nicht zu den Glückspilzen gehören, bleibt das reguläre Ticket nötig.
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Como startete die neue Serie‑A‑Saison mit sieben Punkten aus drei Spielen und besiegte bereits Napoli. Auf dem Transfermarkt wurden der Stürmer Moise Kean von Fiorentina geliehen und Innenverteidiger Chalobah für 30 Millionen Euro von Chelsea verpflichtet. Zudem wird der österreichische Nationalspieler Nicolas Seiwald bei RB Leipzig eine Rolle erhalten. Die Welt des Fußballs beobachtet das rasante Wachstum.