Bundesliga
Hartberg verhindert Schmid WAC-Debüt mit knapper Niederlage

Am Samstag traf der TSV Egger Glas Hartberg in der zehnten Runde der Admiral Bundesliga auf den RZ Pellets WAC. Das Debüt des ehemaligen Hartberger Trainers Manfred Schmid wurde von einem 1:0‑Sieg der Gäste überschattet, nachdem Konstantin, der Sohn von Trainer Markus Schopp, in der 85. Minute per Kopf zum Treffer kam. Foto: Chris Bauer.
Schmid’s Comeback verläuft ohne Wendepunkt
Manfred Schmid hatte am Donnerstag Thomas Silberberger als Trainer des WAC abgelöst und brachte vier neue Spieler in die Startelf. Trotz dieser personellen Aufstockung wirkte die Mannschaft verunsichert, sodass Schmid eine sicherheitsorientierte Taktik wählte, die wenig Raum für offensive Akzente ließ. Die Coaches beider Seiten standen vor der Herausforderung, das Spiel zu öffnen.
Hartberg dominiert Ballbesitz, verpasst klare Chancen
Die junge Hartberger Elf, bestehend aus sieben Spielern im Alter von 19 bis 22 Jahren, kontrollierte weite Spielabschnitte und besaß nach Aussage des Trainers Markus Schopp viel Ballbesitz. Auf der anderen Seite verzichtete der WAC größtenteils auf Pressing und setzte auf defensive Stabilität. In der 50. Minute hatte Marco Hoffmann eine Riesenchance, als Angelo Gattermayer ihm einen Stanglpass zuspielte, doch der Schuss von Magnus Dalpiaz ging am weit geöffneten Tor vorbei.
Der Schuss fuhr unter den Körper des Torhüters Lior Gliklich, während Fabian Wohlmuth auf der Linie den Ball klärte. Trotz dieser Rettungsaktion blieb die WAC-Mannschaft kaum im Angriff, sodass nur wenige weitere Angriffe das Ergebnis beeinflussen konnten.
Kurz vor Schluss stieg Konstantin nach einer Flanke von Tobias Kainz am höchsten und köpfelte in der 85. Minute zum verdienten Sieg. Damit war es im 13. Auswärtsspiel des WAC in diesem Kalenderjahr die zehnte Niederlage, während der Verein weiterhin seit dem 29. August ohne Punkt bleibt und mit zwei Punkten Rückstand auf den vorletzten Austria Wien sitzt.
Die Aufstellung von Hartberg zeigte Pecsi im Tor, gefolgt von Schopp, Komposch, Coulibaly und Dalpiaz, der in der 84. Minute ausgewechselt wurde. Auf der WAC‑Seite standen Gliklich, Wohlmuth, C. Diabate, Behounek und Sulzner, wobei Schwarz in der 82. Minute durch Hassler ersetzt wurde. Beide Coaches, Manfred Schmid und Markus Schopp, mussten nach dem Spiel ihre Strategien überdenken.
Das Spiel verdeutlicht die Kluft zwischen Hartbergs jungem, ballbesitzorientiertem Ansatz und dem gescheiterten Comeback von Manfred Schmid, das trotz neuer Spieler und defensiver Sicherheit keinen Punkt brachte. Für den WAC bedeutet das Ergebnis weitere Arbeit an der Offensivkraft, während Hartberg mit seiner dynamischen Elf Hoffnung auf bessere Resultate schöpft.