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Hansi Flicks schachzug rettet Barcelona nach Alvarez-desaster
FC Barcelona stand zu Beginn der Saison vor einer gravierenden Lücke im Sturm, nachdem Robert Lewandowski kostenfrei zu Chicago Fire und Ferran Torres für 48,5 Millionen Euro zu Paris Saint‑Germain gewechselt waren. Folgen Hansi Flicks taktischer Eingriff zeigen sich sofort, als Raphinha ins Zentrum gestellt wurde.
Angriffslücke nach den Abgängen
Der FC Barcelona hatte im vergangenen Transfersommer im Angriffszentrum einen großen Bedarf. Der Weggang von Robert Lewandowski, der kostenfrei zu Chicago Fire wechselte, und Ferran Torres, der für 48,5 Millionen Euro zu Paris Saint‑Germain ging, ließ die Katalanen sowohl ihren Stammtorjäger als auch dessen Stellvertreter verlieren. Die Verantwortlichen sahen in Julian Alvarez die Wunschlösung, um die entstandene Lücke zu schließen.
Zusammenbruch des Alvarez-Deals
Atletico Madrid stellte das Angebot von Barcelona jedoch abrupt zurück und verwies auf eine vertraglich festgeschriebene Ausstiegsklausel von 500 Millionen Euro. Der argentinische Stürmer blieb in Madrid, sodass der geplante Transfer endgültig scheiterte.
Flicks taktischer Eingriff
Statt erneut nach einem teuren Neuzugang zu suchen, setzte Hansi Flick auf eine interne Lösung und beorderte Raphinha vom Flügel ins Zentrum. Der Schritt erinnert stark an Pep Guardiolas legendäre Umstellung, als er Lionel Messi von der rechten Außenbahn in die Rolle der falschen Neun brachte.
Raphinha führt FC Barcelona zum Sieg über Sevilla trotz Flicks Druck
Vor dem Saisonstart war die Situation unklar, doch Raphinha entwickelte sich schnell zum Hauptakteur. In den ersten sieben Spieltagen erzielte er zwölf Tore und bereitete drei Vorlagen, benötigte dafür nur 17 Schüsse und erreichte alle 37 Minuten eine direkte Torbeteiligung. In der bisherigen Saison 2024/25 sammelte er in 57 Partien 34 Treffer und 26 Vorlagen, während er in der Vor‑Saison 21 Tore und acht Vorlagen in 33 Pflichtspielen beisteuerte. Seine Leistung brachte ihm am Ende Platz fünf bei der Ballon-d’Or‑Wahl 2025 ein.
Finanzielle Ersparnis für Barcelona
Durch das Ausbleiben des Alvarez-Transfers blieb Barcelona eine dreistellige Millionen‑Summe erspart, die sonst für die Ausstiegsklausel fällig gewesen wäre. Das Geld kann nun für andere sportliche Projekte eingesetzt werden.
Raphinhas Start ist historisch: Er ist der erste Barca-Spieler im 21. Jahrhundert, der in den ersten fünf Ligaspielen einer Saison jeweils mindestens ein Tor erzielte. Kein anderer Klubspieler hatte zu diesem Zeitpunkt einer Saison jemals mehr Tore – nicht einmal Lionel Messi. In der LaLiga‑Geschichte liegen nur Cristiano Ronaldo (13 Tore 2014/15 für Real Madrid) und Esteban Echevarria (14 Tore 1943/44 für Real Oviedo) über ihm nach sieben Spieltagen.
Barcelona unter Hansi Flick lässt Raphinha Sieg gegen Sevilla sichern
Die Formkurve setzte sich in den letzten Partien fort. Beim 7:2‑Sieg gegen Racing Santander und beim 3:1‑Erfolg gegen den FC Sevilla erzielte Raphinha jeweils einen Dreierpack und unterstrich damit seine aktuelle Topform. Seine Effizienz bleibt beeindruckend, während er weiterhin das Angriffsspiel von Barcelona bestimmt.