Bundesliga
Hannover 96 verurteilt fan-eskalation im Braunschweiger Derby

Im Braunschweiger Derby der Zweite Bundesliga Hannover 96 hat das Team am Sonntagabend die Ausschreitungen seiner Fans verurteilt, nachdem im Gästeblock pyrotechnische Gegenstände geworfen und Raketen abgefeuert wurden; das Spiel endete mit einem 0:2 für Eintracht Braunschweig. Die Polizei hatte das Spiel kurzzeitig unterbrochen, bevor Schiedsrichter Tobias Reichel die Partie nach einer Löschaktion fortsetzte.
Fan‑Block und pyrotechnische Vorfälle
Im Fan‑Block von Hannover 96 brannte es lichterloh, als Anhänger pyrotechnische Gegenstände in Richtung des Spielfelds warfen. Gleichzeitig flogen vereinzelte Raketen aus dem Gästeblock auf die Braunschweiger Fans, was zu einer kurzen Spielunterbrechung führte. Schiedsrichter Tobias Reichel setzte das Spiel nach einer Löschaktion der Feuerwehr nach wenigen Minuten fort.
Nach dem 2:0‑Endstand, erzielt durch Yann Sturm in der Nachspielzeit (90.+2), wurden erneut Raketen und bengalisches Feuer aus dem Hannover‑Block in den Zuschauerbereich geschossen. Ein Polizeisprecher kommentierte: „Das trübte die Bilanz des Gesamteinsatzes.“ Die Lage blieb laut Polizeiangaben vor und nach dem Vorfall ruhig.
Vereinsreaktion und polizeiliche Maßnahmen
Hannover 96 verurteilte die Vorfälle als „inakzeptable Eskalation“ im Gästeblock und kündigte Konsequenzen an. Der Klub erklärte, er werde „aktiv daran beteiligen, die Verursacher dieser Vorfälle zu identifizieren“. Die Erklärung erfolgte am Sonntagabend, wie die Niedersächsische Presse berichtete.
Pyro‑Ärger und Derby‑Glück trennen Eintracht Braunschweig von Hannover
In der offiziellen Stellungnahme hieß es weiter, die Verursacher seien sich der Konsequenzen ihres Handelns bewusst und hätten die Gesundheit anderer Menschen wissentlich gefährdet. Zudem wurde betont, dass die Handlungen die Bewertung des organisatorischen Ablaufs des Derbytages erheblich trübten, während An‑ und Abreise sowie Stadionzutritt ruhig verliefen.
Die Polizei bestätigte, dass vor und nach dem Spiel lange Ruhe geherrscht habe. Ein Extrazug brachte 1900 Hannover‑Fans zum Stadion, während 2000 Eintracht‑Fans ohne Zwischenfälle, abgesehen vom Zünden von Pyrotechnik, zum Stadion marschierten. Die Sicherheitskräfte setzten ein massives Aufgebot ein, um die beiden verfeindeten Fan‑Lager zu trennen.
Trotz der Vorfälle im Vorfeld der 185. Auflage des Traditionsduells waren die Begegnungen der beiden Erzrivalen in der vergangenen Saison weitgehend friedlich geblieben. Die Behörden kündigten an, das Geschehen im Stadion nachträglich noch einmal genau zu untersuchen.