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Hamann fordert Sperre nach Amiri‑Trick beim Gladbach‑Elfmeterschießen

🇩🇪 Von 4AllFootball ·
Hamann fordert Sperre nach Amiri‑Trick beim Gladbach‑Elfmeterschießen

Didi Hamann fordert eine Sperre für Nadiem Amiri, nachdem der 1. FSV Mainz‑05‑Spielmacher den Strafstoßpunkt beim 0:1‑Stand von Borussia Mönchengladbach manipulierte. Der Vorfall ereignete sich, als Schiedsrichter Robert Hartmann nach VAR‑Prüfung einen Handelfmeter für die Fohlen entschied und Kevin Diks kurz davor zum Schuss antrat.

Handelfmeter und manipulierte Strafstoßstelle

Der 0:1‑Stand aus Sicht von Borussia Mönchengladbach ließ den Schiedsrichter Robert Hartmann nach einer VAR‑Kontrolle einen Handelfmeter für die Fohlen geben. Kurz bevor Kevin Diks den Strafstoß ausführen wollte, filmte das TV‑Team, wie Nadiem Amiri, Spielmacher des 1. FSV Mainz 05, beiläufig zum Punkt schlenderte und die Stelle mit seinen Stollen bearbeitete. Die Aktion, die als „Trick“ bezeichnet wird, beeinflusste den Schuss: Diks rutschte nicht aus, doch der Ball prallte sofort am rechten Pfosten ab.

Für die schwer kriselnden Fohlen, die nach der Entlassung von Trainer Eugen Polanski bereits ihr viertes Ligaspiel verloren hatten und nach einer späten 3:4‑Heimplatzierung historisch schlecht in die Bundesliga starteten, war das ein bitterer Moment. Die Manipulation ließ die bereits angeschlagene Moral weiter sinken, während die Partie bereits von wilden Szenen geprägt war.

Hamanns Empörung und Forderungen

Sky‑Experte Didi Hamann reagierte mit großer Empörung. „Das hat mit feiner englischer Art gar nichts zu tun. Ein Spiel Sperre! Den würde ich aus dem Verkehr ziehen“, polterte er, während er die Szene im TV‑Bildschirm analysierte. Er bezeichnete die Tat als „grob unsportlich“ und forderte harte Sanktionen für den 29‑jährigen Amiri, der den Moment offenbar clever abgepasst hatte, während der Schiedsrichter abgelenkt war.

Hamann betonte weiter: „Er ist Nationalspieler geworden, hat großen Wert für die Mannschaft. Aber: Wir müssen diese Sachen aus dem Sport bringen. Da schauen Kinder zu. Das macht man nicht!“, und erinnerte daran, dass Profis zwar versuchen dürfen, Vorteile zu erzielen, „aber das hat alles Grenzen, und die Grenze wurde dort weit überschritten.“

Folgen für Amiri und die Nationalmannschaft

Der Vorfall löste Erinnerungen an den vielleicht berühmtesten Fall von Elfmeter‑Sabotage in der Bundesliga vor knapp elf Jahren aus, als Augsburger Torhüter Marwin Hitz den Strafstoßpunkt in Köln mit den Hacken bearbeitete und Anthony Modeste den Schuss verfehlte. Für Nadiem Amiri, der nach vier Spieltagen noch ohne Scorerpunkt dasteht, hatte die Aktion zunächst keine direkten Konsequenzen.

Amiri, Trikotnummer 10, wird jedoch nach seinem erfolgreichen Auswärtsauftritt zur deutschen Nationalmannschaft nach Herzogenaurach reisen, da Bundestrainer Jürgen Klopp ihn in den ersten Kader für die anstehenden Nations‑League‑Spiele berufen hat. Trotz der Kritik bleibt seine sportliche Zukunft im Fokus, während die Diskussion um Fairplay im deutschen Fußball weiter anheizt.

Das von Christof Koepsel/​GettyImages, das die Szene dokumentierte, hat nachträglich für ordentlichen Zündstoff gesorgt. Während die Fohlen weiterhin um Punkte kämpfen, bleibt die Frage offen, ob die geforderte Sperre tatsächlich umgesetzt wird und welche Signale dies für zukünftige Manipulationsversuche sendet.

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