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Hakimi verliert Berufung und muss vor französischem Kassationsgericht erscheinen

🇫🇷 Von 4AllFootball ·
Hakimi verliert Berufung und muss vor französischem Kassationsgericht erscheinen

Während die Weltmeisterschaft im Juni in den USA, Mexiko und Kanada bereits im vollen Gange war und Marokkos Kapitän Achraf Hakimi das Turnier für sein Nationalteam prägte, muss er nun im September vor dem französischen Kassationsgericht erscheinen, weil seine Berufung gegen das Verfahren wegen einer Vergewaltigungsvorwürfe abgelehnt wurde.

Cassationsgericht weist Antrag zurück

Am Mittwoch, dem 23. September 2026, bestätigte der Kassationsgerichtshof die Ablehnung von Hakimis Antrag, das Verfahren einzustellen. Damit bleibt das Verfahren gegen den 27‑jährigen Nationalspieler bestehen.

Im Juni, während der WM in den USA, hatte ein Berufungsgericht bereits entschieden, dass Hakimi wegen einer mutmaßlichen Vergewaltigung im Jahr 2023 vor Gericht erscheinen muss. Der Verteidiger von Paris Saint‑Germain hatte gegen diese Entscheidung Berufung eingelegt.

Vorwürfe und Verteidigung im Fokus

Die Vorwürfe stammen von einer damals 24‑jährigen Frau, die im Februar 2023 bei der Polizei aussagte, von Hakimi vergewaltigt worden zu sein. Sie berichtete, er habe sie über Instagram kennengelernt, zu sich nach Hause eingeladen und anschließend gegen ihren Willen geküsst und vergewaltigt.

Die Ermittlungen umfassten psychologische Gutachten beider Parteien und die Vernehmung weiterer Zeugen, darunter Kylian Mbappé. Nach einer zweiten Vernehmung erstattete die Frau Anzeige, berichtete Le Nouvel Obs.

Im Februar 2026 beschloss die Staatsanwaltschaft, Anklage zu erheben. Bei einer Anhörung im Mai wies der Kassationsgerichtshof Hakimis Antrag, das Verfahren zu beenden, zurück.

Die Anwältin der Klägerin erklärte, ihre Mandantin sei „entschlossen, Gerechtigkeit zu erlangen und bis zum bitteren Ende zu kämpfen“. Sie hofft, der Prozess könne anderen Frauen helfen und das „Festungsdenken“ im Männerfußball erschüttern.

Hakimis Verteidiger betonte gegenüber Le Monde, das Kassationsgericht die Vorwürfe nicht geprüft habe und diese im eigentlichen Prozess bewertet werden. Die Verteidigung werde ihre Argumente im Beweisverfahren öffentlich vortragen.

Damit bleibt das Verfahren offen, ein gerichtlicher Termin steht noch aus. Beobachter sehen das Verfahren als Test für den Umgang mit sexuellen Gewaltvorwürfen im Profifußball.

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