Gündogan warnt: Googlen in der Halbzeit kann dem Team schaden
Ilkay Gündogan, der deutsche Mittelfeldspieler, gab in einem Interview mit Die Zeit einen auffälligen Blick auf das Verhalten mancher Spieler: Sie suchen während der Pause im Internet nach sich selbst, ein Bedürfnis nach Bestätigung, das laut dem erfahrenen Profi gefährlich für das Team sein kann.
„Ja, leider stimmt das“, sagt Gündogan über Spieler, die während der Pause googeln. Er stellt fest, dass manche Fußballer die Meinung der Außenwelt wichtiger finden als die des Cheftrainers oder der Teamkollegen. Laut ihm kann diese externe Bestätigung die Entscheidungen auf dem Platz beeinflussen und das Team schädigen.
Zukunft als Cheftrainer und Analyse
Gündogan erwägt bereits eine Laufbahn als Cheftrainer und findet eine Rolle als Fernseh‑Analyst weniger attraktiv. Er betont, dass der Beruf wegen der unterschiedlichen Persönlichkeiten innerhalb eines Spielerkaders schwer sei. Besonders Pep Guardiola habe laut ihm eine wichtige Rolle in seiner Entwicklung gespielt.
„Pep hat den Samen gepflanzt“, erklärt Gündogan über den ehemaligen Manchester City‑Manager. Er lobt Guardiola als „immer hungrig, mehr zu gewinnen“ und bezeichnet seine Leistungen als „die Neuerfindung des Fußballs“. Gündogan nennt ihn einen faszinierenden Mann.
Durch die Zusammenarbeit mit Guardiola schaut Gündogan das Spiel selbst anders. „Ich war damals schon international, aber ich bemerkte schnell, dass ich bestimmte Ideen hatte, die nicht gut waren. Ich brauchte neue“, so der deutsche Mittelfeldspieler.