Champions League
Gulacsi verpasst Champions-League-Einsatz bei Villarreal nach bewaffnetem Überfall
Der ehemalige RB‑Leipzig‑Torwart Peter Gulacsi wird am Dienstagabend nicht im Tor von FC Villarreal stehen, weil er in den frühen Morgenstunden Opfer eines bewaffneten Überfalls wurde. Der Vorfall ereignete sich im Haus seiner Familie in Spanien, wo er seit dem Sommer 2023 bei dem La‑Liga‑Club bis 2028 unter Vertrag steht. Trotz fehlender Verletzungen muss er das Champions‑League‑Duell gegen den italienischen SSC Neapel kurzfristig aussetzen.
Hintergrund zum Transfer und zur Champions‑League‑Teilnahme
Gulacsi, der in seiner Zeit bei RB Leipzig 362 Bundesliga‑Einsätze absolvierte und mehrfach zu den besten Torhütern der Liga zählte, wechselte im vergangenen Sommer nach elf Jahren in Leipzig zu FC Villarreal. Für den spanischen Erstligisten sollte er im heutigen Champions‑League‑Match zwischen Villarreal und Napoli zwischen den Pfosten stehen.
Am ersten Spieltag der Königsklasse musste Gulacsi bereits dreimal eingreifen, als Villarreal eine knappe 2:3‑Niederlage gegen Borussia Dortmund erlitt. Diese Einsätze zeigten, dass er trotz seiner langen Bundesliga‑Erfahrung weiterhin eine wichtige Rolle im europäischen Wettbewerb spielt.
Details zum Überfall und dessen Folgen
Wie der Verein mitteilte, drangen Täter in den frühen Morgenstunden in das Anwesen der Familie ein, bedrohten die Angehörigen und verließen das Haus, ohne jemanden zu verletzen. Die Behörden bestätigten, dass niemand körperlich zu Schaden kam, doch die psychische Belastung für Gulacsi und seine Familie sei erheblich.
Der Vorfall ereignete sich in einer Region, in der laut Aussagen des Clubs bereits mehrfach ähnliche Übergriffe stattgefunden haben. Die wiederholten Vorfälle werfen ein beunruhigendes Licht auf die Sicherheit von Sportlern und ihren Familien im Ausland.
Ob Gulacsi am kommenden Wochenende beim Heimspiel gegen den FC Elche wieder im Tor stehen kann, bleibt unklar. Der Verein betont, dass die frühen Morgenstunden bleibende Eindrücke hinterlassen haben und die Entscheidung über seine Rückkehr vom Gesundheitszustand und der psychischen Verfassung abhängt.
Die Champions‑League‑Hymne erklang am Dienstagabend erneut, doch für den ehemaligen Bundesliga‑Star wird das Spiel heute am Allerwertesten vorbeigehen – nicht wegen sportlicher Gründe, sondern wegen des erschreckenden Überfalls, der seine Teilnahme verhindert.