Große Infragestellung des österreichischen Wunderteams
Große Enttäuschung und große Ambition gehen in der Wunderteam von Ralf Rangnick Hand in Hand: Nach einer hastigen Qualifikation für das Achtelfinale der letzten WM wurde das Team 0‑3 von Spanien zerquetscht, während der Cheftrainer bereits eine Nachfolge vorbereitet.
Die Wunderteam hat bei der letzten WM nicht begeistert, sie begnügte sich mit einer dürftigen Qualifikation für das Achtelfinale, bevor sie eine klare Niederlage gegen Spanien erlitt. Diese Rückschlag hat die Grenzen des aktuellen Kaders deutlich gemacht.
Bewusst, dass er einen Gang höher schalten muss, möchte der Pionier des Gegenpressings eine neue Generation starten. Er will den Spielstil verändern, um die erwartete Wettbewerbsfähigkeit zurückzugewinnen.
Erste Tests in der Nationsliga
Die ersten Tests beginnen bereits während der internationalen Pause im September, mit Nationsliga-Spielen gegen Israel, Irland und Kosovo. Diese Begegnungen werden die Gelegenheit sein, die neue Dynamik Österreichs zu messen.
Als die sechsundzwanzig Berufenen verkündet wurden, war ein kleiner Schock in Wien zu spüren. Weder Marko Arnautovic, noch David Alaba, noch Marcel Sabitzer wurden berufen, ihre Abwesenheiten lassen sich jeweils durch den Rücktritt, die Arbeitslosigkeit und eine angekündigte Pause erklären.
Florian Grillitsch, kürzlich zu Frosinone gewechselt, gehört ebenfalls nicht zum Zug, was das Gefühl eines Wendepunkts verstärkt. Die Nationalmannschaft ist damit um drei der vier meistgecapten Spieler ihrer Geschichte seit 2009 ärmer.
Mögliche Ersatzspieler werden bereits in Aussicht genommen, beginnend mit dem Lyoner Felix Bacher und dem jungen Vasilije Markovic von Austria Wien. Ihre Integration könnte den Beginn einer neuen Ära markieren.
Soll die Politik Österreichs angewendet werden? Diese Kluft zwischen glorreicher Vergangenheit und unsicherer Zukunft zeigt, dass das Land seine fußballerische Identität neu erfinden muss.