Granit Xhaka gerät wegen gefälschter Impf‑Zertifikate in Ermittlungen
Der 33‑jährige Schweizer Nationalspieler Granit Xhaka, Kapitän der "Nati" und seit 2025 beim AFC Sunderland aktiv, muss sich nun unangenehmen Vorwürfen stellen: Die Luzerner Staatsanwaltschaft ermittelt wegen mutmaßlicher gefälschter Corona‑Impf‑Zertifikate. Polizei und Medien bestätigten das Ermittlungsverfahren, das die Öffentlichkeit bereits durch Berichte von Blick und Keystone‑SDA erreicht hat.
Ermittlungen der Luzerner Staatsanwaltschaft
Simon Kopp, Leiter der Medienstelle der Luzerner Staatsanwaltschaft, erklärte, man prüfe, ob ein strafrechtlich relevantes Verhalten im Zusammenhang mit einer falschen Beurkundung oder Urkundenfälschung vorliege. Die Behörde betont, dass für Xhaka die Unschuldsvermutung gilt und er uneingeschränkt sowie in voller Transparenz zur Verfügung stehe.
Die ersten Hinweise kamen von den Schweizer Medien Blick und der Nachrichtenagentur Keystone‑SDA, die berichteten, Xhaka habe eine Impfbestätigung erhalten, ohne tatsächlich geimpft worden zu sein. Diese Anschuldigungen bilden den Kern der aktuellen Untersuchung.
Auf Vereinsebene spielt Xhaka in der englischen Premier League für Sunderland, wo er seit 2025 aktiv ist und gemeinsam mit dem österreichischen Verteidiger Kevin Danso das Team verstärkt. Seine sportliche Laufbahn bleibt von den juristischen Vorgängen unberührt.
Xhkas Stellung und ärztliche Bestätigung
Andreas Bantel, Xhkas Sprecher, wies darauf hin, dass eine Bestätigung der behandelnden Ärztin vorliege, wonach Xhaka am 25. Januar 2022 erstmals und am 8. November 2022 zum zweiten Mal gegen Covid geimpft worden sei. Damit bestreitet er die Vorwürfe einer gefälschten Bescheinigung.
Der Sprecher betonte zudem, Xhaka stehe den Behörden „uneingeschränkt und in voller Transparenz zur Verfügung“ und werde sich zu den Einzelheiten des Verfahrens erst nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft äußern.
Die laufende Untersuchung bleibt offen; Xhaka wird sich zu einem späteren Zeitpunkt öffentlich zu den Details des Verfahrens äußern, sobald die rechtlichen Rahmenbedingungen es zulassen.
Der Kontrast zwischen Xhkas erfolgreicher Vereinskarriere in Sunderland und den juristischen Vorwürfen in Luzern verdeutlicht, wie schnell sportlicher Ruhm durch rechtliche Fragen überschattet werden kann.