Granit Xhaka akzeptiert 150.000 Franken Strafe wegen Impf‑Zertifikaten
Der 34‑jährige Schweizer Nationalkapitän Granit Xhaka hat am Donnerstag auf Instagram bestätigt, dass die Staatsanwaltschaft ihn zu einer Geldstrafe von 50 Tagessätzen à 3.000 Schweizer Franken verurteilt hat – insgesamt 150.000 Franken. Die Strafe wird auf Bewährung für zwei Jahre ausgesetzt, sofern er in dieser Zeit keine weiteren Vergehen begeht.
Hintergrund der Verurteilung
Xhaka wurde wegen "Erschleichens einer falschen Beurkundung" verurteilt, nachdem er zugegeben hatte, während der Corona‑Pandemie zwei Impf‑Zertifikate gekauft zu haben. In einer Instagram‑Story erklärte er, dass die Verfahrenskosten bereits beglichen seien und er vollständig bei der Staatsanwaltschaft ausgesagt habe.
Der ehemalige Bundesliga‑Profi, der zuvor für Borussia Mönchengladbach und Bayer Leverkusen spielte, ist derzeit Mittelfeldspieler beim englischen Premier‑League‑Club AFC Sunderland.
Reaktionen von Xhaka und dem Schweizer Fußballverband
In seiner Instagram‑Mitteilung schrieb Xhaka: "Ich akzeptiere den Entscheid und übernehme die Verantwortung." Er fügte hinzu, dass die Strafe nicht vollzogen werde, solange er sich in der Probezeit von zwei Jahren nichts zuschulden lasse.
Der Schweizer Fußballverband (SFV) teilte mit, dass er vom Urteil Kenntnis erhalten habe und nun Gespräche über die weitere Zusammenarbeit führen werde. Ob sportliche Konsequenzen folgen, bleibt unklar.
Aufgrund des laufenden Verfahrens verzichteten Xhaka und der SFV gemeinsam auf die Teilnahme des Kapitäns am jüngsten Lehrgang der Nationalmannschaft.