Gladbach setzt nach Horror‑Start auf Alexander Blessin bis 2028
Borussia Mönchengladbach hat am Dienstag Alexander Blessin offiziell als neuen Chefcoach vorgestellt. Der 53‑jährige Trainer unterschrieb einen Vertrag bis 2028 und folgt damit auf Eugen Polanski, der nach nur drei Spielen das Amt verließ. Die Entscheidung fiel unmittelbar zu Beginn der internationalen Länderspielpause.
Vertrag und Vorgeschichte
Der Vertrag läuft bis zum Jahr 2028, wie der Verein bestätigte. Blessin war zuletzt zwei Jahre lang Trainer des FC St. Pauli, wo er in der ersten Saison den Klub auf Rang 14 führte, in der zweiten jedoch den 18. Platz belegte und nach dem Abstieg entlassen wurde. Zuvor hatte er Stationen bei RB Leipzig (Jugend), KV Oostende (Cheftrainer 2020) und FC Genua (Januar bis Dezember 2022), bevor er 2024 zu Union Saint‑Gilloise wechselte und dort den Pokal 2024 gewann.
Schwierige Ausgangslage bei Gladbach
Gladbach startete die neue Saison mit null Punkten und 16 Gegentoren aus den ersten vier Spielen – der schlechteste Saisonbeginn in der Vereinsgeschichte. Der Sportchef Rouven Schröder, der im Sommer noch auf Polanski gesetzt hatte, korrigierte die Entscheidung nach nur drei Spieltagen und betonte, dass Blessin „von außen die Dinge ganz nüchtern und klar analysieren“ solle. Der Trainer hat zunächst ein Testspiel gegen die Sportfreunde Siegen am Donnerstag, um ein erstes vom Kader zu erhalten.
Ausblick und bevorstehende Aufgaben
Durch die ausgedehnte Länderspielpause hat Blessin etwas mehr Vorbereitungszeit, bevor er sein Bundesliga‑Debüt als Fohlencoach gibt. Einige Schlüsselspieler fehlen jedoch wegen internationaler Einsätze. Die erste große Herausforderung kommt am 11. Oktober im Rhein‑Derby gegen den Erzrivalen 1. FC Köln. Schröder betonte, dass die Rettung des Klubs und sein eigener Verbleib eng mit dem Erfolg von Blessin verknüpft seien.