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Giulia Gwinn verpasst erneut Wochen für die DFB‑Frauen wegen Außenbandriss
Im Trainingslager der deutschen Nationalmannschaft in Heidelberg stand am Montag ein leeres Trikot bereit – die Kapitänin Giulia Gwinn musste wegen eines Außenbandrisses am linken Sprunggelenk erneut mehrere Wochen pausieren. Die Diagnose kam nach Untersuchungen in München vom FC Bayern, sodass die geplante Integration in die WM‑Vorbereitung ins Wasser fiel.
Verletzung und Diagnose
Der 27‑jährige Rechtsverteidigerin stürzte im Bundesliga‑Topspiel gegen Eintracht Frankfurt kurz vor Schluss, knickte um und ließ sich sofort den linken Fuß bandagieren. Kurz darauf bestätigte das ärztliche Team in München den Außenbandriss, der eine mehrwöchige Rehabilitation nötig macht.
Folgen für die Nationalmannschaft
Trainer Christian Wück muss nun seine Aufstellung neu planen, denn neben Gwinn fehlen ebenfalls Ann‑Katrin Berger, Rebecca Knaak und Kathrin Hendrich aufgrund von Verletzungen. In der Offensive musste Vivien Endemann kurzfristig absagen, sodass Nicole Anyomi nachnominiert wurde.
Als Ersatz für die ausgefallene Kapitänin setzte Wück zunächst Sarai Linder vom VfL Wolfsburg ein, während Carlotta Wamser und Marie Müller zuletzt die Position von Gwinn übernommen hatten.
Die Ausfallzeit trifft das Team besonders hart, da die Vorbereitung auf die WM‑Mission 2027 in Brasilien nun ohne ihre Führungsspielerin stattfinden muss. Gwinn, die bereits nach einer Schulter‑OP im April die Qualifikation verpasst hatte, sieht sich erneut mit einer längeren Beobachterrolle konfrontiert.
Wück betont, dass das Ziel weiterhin sei, „den nächsten Schritt“ nach der souveränen WM‑Qualifikation zu gehen und die Abläufe zu verfeinern, um gegen Topgegner dominant aufzutreten.
Die Situation wird durch weitere Personalentscheidungen ergänzt: Nummer eins Torhüterin Ann‑Katrin Berger pausiert, um sich bei Gotham FC auf die US‑Saison zu konzentrieren, und Laura Freigang steht trotz möglicher Dopingsperre wieder im Kader.