FRAUEN FRAUEN
Giulia Gwinn und Laura Freigang starten, Ann‑Katrin Berger pausiert
Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft beginnt die WM‑Saison mit Kapitänin Giulia Gwinn und Stürmerin Laura Freigang im Kader, während Torhüterin Ann‑Katrin Berger eine Pause einlegt. Gwinn ist nach überstandener Schulterverletzung wieder an Bord, Freigang kehrt für die Härtetests gegen Australien und Japan zurück, obwohl der DFB ein mögliches Doping‑Vergehen prüft.
Gwinn zurück nach Schulterverletzung
Nach einer langen Genesungsphase hat die 24‑jährige Giulia Gwinn ihre Schulterverletzung vollständig überwunden. Der Bundestrainer Christian Wück setzte sie sofort wieder in das 24‑köpfige Aufgebot ein. Mit ihrer Rückkehr stärkt die Deutsche Mannschaft die Abwehr, in der sie bislang ein wichtiges Bindeglied war.
Freigangs Rückkehr für Härtetests
Laura Freigang, die zuletzt nur auf Abruf nominiert war, wird für die Testspiele gegen Australien und Japan in Karlsruhe und Bremen am 9. und 13. Oktober wieder in den Kader aufgenommen. Der DFB prüft seit Anfang Juni mögliche Verstöße der Offensivspielerin gegen Anti‑Doping‑Bestimmungen, weil sie dreimal ihren Aufenthaltsort nicht korrekt angegeben haben soll – ein Fall, der eine Sperre nach sich ziehen könnte. Trotz dieser Unsicherheit betont Christian Wück, dass die beiden Gegner qualitativ sehr gut seien.
Stammtorhüterin Ann‑Katrin Berger (35, Gotham FC) legt in Absprache mit dem DFB eine Pause bei den anstehenden Länderspielen ein. Sie bleibt damit für die beiden Testspiele nicht verfügbar, plant jedoch, später wieder für die deutsche Mannschaft einzusteigen.
Eine erste Chance im Casting für die WM 2027 in Brasilien (24. Juni bis 25. Juli) erhalten Offensiv‑Youngster Lisa Baum (19) vom FC Arsenal. Zurück im Kader sind zudem Bibiane Schulze Solano, Franziska Kett, Cora Zicai und Laura Dick als Ersatztorhüterin. Im Mittelfeld und Sturm stehen weitere internationale Spielerinnen wie Jule Brand (Olympique Lyon) und Klara Bühl (Bayern München) bereit.
In der Abwehr fehlen das erfahrene Duo Kathrin Hendrich und Rebecca Knaak wegen Verletzungen, während Stürmerin Nicole Anyomi noch im Aufbautraining ist. Elf Spielerinnen des 24‑köpfigen Kaders sind bereits bei ausländischen Klubs aktiv, darunter Marie Müller (Portland Thorns FC) und Vivien Endemann (FC Liverpool).
„Mit Australien und Japan treffen wir auf zwei qualitativ sehr gute Gegner“, betonte Christian Wück. „Genau solche Spiele brauchen wir, um die Mannschaft weiterzuentwickeln und die nächsten Schritte einzuleiten.“ Damit unterstreicht er die Bedeutung der anstehenden Tests für die weitere Vorbereitung.