WM
Deutschlands WM-Mythos zerbricht: Paraguay schlägt die Riesen
Deutschlands schockierende Niederlage im Elfmeterschießen gegen Paraguay bestätigt eine wachsende Krise des viermaligen Weltmeisters und beendet seine makellose Schützenfest-Bilanz. Es ist das dritte Turnier in Folge, das von Enttäuschung geprägt ist, nach der Vorrunden-Niederlage gegen Ecuador in diesem Wettbewerb.
Das alte Sprichwort, dass Deutschland immer gewinnt, wurde jahrzehntelang zitiert, doch die jüngsten Turniere haben dieser Glaubwürdigkeit geschadet. Der Ausspruch „Fußball ist ein von den Engländern erfundener Sport, der mit elf gegen elf gespielt wird, und Deutschland gewinnt immer“ klingt heute immer hohler.
Die Vorrunden-Niederlage Deutschlands gegen Ecuador weckte frühzeitig Bedenken über eine tieferliegende Krise. Die Niederlage verstärkte die Stimmen, die von einer Krise des Nationalteams sprachen, da Experten die Seltenheit eines so frühen Ausscheidens der ehemaligen Weltmeister betonten.
Deutschlands WM-Schicksal im Elfmeterschießen gegen Paraguay entschieden
In der K.-o.-Phase traf Deutschland auf Paraguay und verlor erstmals in der WM-Geschichte im Elfmeterschießen. Die Niederlage beendete eine makellose Serie von vier aufeinanderfolgenden Qualifikationen durch Schießen in den Jahren 1982, 1986, 1990 und 2006. Paraguays Sieg besiegelte eine historische Blamage für Deutschland, das nun drei aufeinanderfolgende Weltmeisterschaften mit deutlichen Misserfolgen durchlebt. Die Elimination unterstreicht das Ausmaß des Rückschlags für eine Nation, die lange als Fußball-Großmacht galt. Paraguay schrieb zudem Geschichte, indem es als erste Mannschaft Deutschland im WM-Elfmeterschießen besiegte und damit zeigte, dass die deutsche Dominanz nicht mehr selbstverständlich ist. Das Ergebnis festigt die Erkenntnis, dass der heutige Fußball langjährige Mythen widerlegen kann.