WM
Deutschlands WM-Aus nach Niederlage gegen Paraguay fordert Trainerwechsel
Deutschlands WM-Kampagne endete in einer Demütigung nach einer 5:4-Niederlage im Elfmeterschießen gegen Paraguay in der K.-o.-Phase, was sofort Forderungen nach der Entlassung von Julian Nagelsmann auslöste.
Das Spiel, das von den deutschen Medien als „schmachvolle Eliminierung“ beschrieben wurde, sah die Mannschaft zwar die Ballbesitzkontrolle haben, aber es fehlte der entscheidende Biss, um Paraguay zu bezwingen. Drei verschossene Elfmeter besiegelten ihr Schicksal, darunter Kai Havertzs erster Versuch, den er später bereute.
Nagelsmann, dessen Vertrag bis zur UEFA EURO 2028 läuft, wies Spekulationen über einen Rücktritt zurück. „Ich bin verfügbar. Wenn der DFB mich will, führe ich das Team bei der EM. Wenn nicht, müssen sie es mir sagen. Ich bin nicht jemand, der einfach geht“, erklärte er.
Havertz, der bereits einen Elfmeter im WM-Gruppenspielaus 2022 verschoss, zeigte sich frustriert. „Meine zweite WM und ich habe beide verspielt. Alles, was ich sagen kann, ist, dass es mir leidtut. Wenn man gegen Paraguay ausscheidet, stimmt etwas nicht bei uns“, sagte er.
Deutschlands WM-Schicksal im Elfmeterschießen gegen Paraguay entschieden
Die deutschen Medien waren vernichtend. ** bezeichnete es als „einen weiteren Albtraum des deutschen Fußballs“, während die *Süddeutsche Zeitung* von einer „vollen und verdienten Niederlage“ sprach. *Die Welt* titelte „Zeit für einen neuen Nationaltrainer“ und schlug Jürgen Klopp als Nachfolger vor. Die Kritik ging über die Ergebnisse hinaus. TV-Experte Fritzy Kromp, Trainer von Werder Bremens Frauenmannschaft, hinterfragte die Entscheidung, Stürmer Nick Woltemade vor dem Elfmeterschießen auszuwechseln. Woltemade war einer der drei Spieler, die verschossen, und Kromp zeigte sich „sprachlos“ über den Zeitpunkt seines Einsatzes. Deutschlands Probleme setzten eine Serie früher Ausstiege fort. Die Weltmeister von 2014 sind nun in drei aufeinanderfolgenden WM-Turnieren in der ersten K.-o.-Runde ausgeschieden, darunter Niederlagen gegen Algerien und Südkorea 2014 und 2022. Dies war das 12. WM-Spiel Deutschlands, das in die Verlängerung ging – mehr als jede andere Nation –, aber das erste Mal, dass sie unter Nagelsmanns Führung ein WM-Spiel im Elfmeterschießen verloren. Die Niederlage markiert das dritte WM-Turnier in Folge, in dem Deutschlands Kampagne vor dem Viertelfinale endete, und wirft ernsthafte Fragen über die Ausrichtung des Teams unter Nagelsmann auf.