Geile Challenge: Lustrinelli stellt Union Berlin gegen Rekordmeister Bayern
Union Berlin steht nach drei Niederlagen auf dem Tabellenende, während der deutsche Rekordmeister FC Bayern München nach einer schwachen Saisonstartphase nach seiner gewohnten Dominanz sucht. Trainer Mauro Lustrinelli bezeichnet das bevorstehende Aufeinandertreffen als „geile Challenge“ und betont, dass seine Mannschaft nichts zu verlieren hat.
Lustrinellis Ziel vor dem Münchner Duell
Auf der Pressekonferenz erklärte der Schweizer, dass er eine Mannschaft sehen wolle, die alles tut, um das Tor zu verteidigen. Sobald sich Chancen ergeben, solle sie alles geben, um zu treffen, sagte er am Mittwoch. Diese Vorgaben bilden den Kern seiner taktischen Erwartung.
Lustrinelli hat sein bevorzugtes Spielsystem zum Saisonstart noch nicht vollständig eingeimpft. Er fragt offen: „Hat er dafür überhaupt das richtige Personal?“, wobei er das Wort Personal bewusst hervorhob. Die Frage stellt die aktuelle Kaderqualität in den Mittelpunkt seiner Vorbereitung.
Im Rückspiel gegen Schalke 04 (1:3) beobachtete er in der zweiten Halbzeit mehr Leichtigkeit, Dynamik und Energie. Diese Eindrücke nutze er, um seiner Truppe mehr Freude am Spiel zuzusprechen. Er sieht darin einen Schritt nach vorn.
Defensive Schwächen und Ausfälle bei Union
In den ersten drei Bundesligaspielen hat Union bereits zehn Gegentore kassiert, fünf davon innerhalb der ersten dreißig Minuten. Der Wechsel von einer Fünfer‑ auf eine Viererkette verursacht Zuordnungsprobleme im Abwehrpersonal. Diese Defizite spiegeln sich in den frühen Gegentreffern wider.
Offensiv fehlt weiterhin Hoffnungsträger Andrej Ilic, zudem ist Oliver Burke verletzt. Lustrinelli spricht von einem möglichen erneuten Einsatz von Latte Lath, der den Verkauf von Ilyas Ansah in die Premier League nicht vergessen hat. Die Mannschaft sucht dringend nach einem effizienten Vollstrecker.
Der verletzte Rückkehrer Marvin Friedrich, einst bei Borussia Mönchengladbach, zeigte in seiner Karriere, dass er in einer Viererkette weniger stabil ist als in der früheren Fünferkette unter Urs Fischer. Zudem liegen Leopold Querfeld und Rani Khedira weit hinter ihrer Normalform zurück. Lustrinelli nennt „viele kleine Sachen“ und „individuelle Fehler“ als Ursachen.
Auch der FC Bayern München befindet sich nicht in seiner alten Höchstform; nach einer Saison, in der Kompanys Team in den ersten drei Spielen vierzehn Treffer erzielte, liegt die Trefferquote jetzt bei nur der Hälfte. Lustrinelli fasst das Duell zusammen: „Für mich ist es eine geile Challenge, gegen eine Mannschaft zu spielen, die die Ambition hat, die Champions League zu gewinnen. Wir haben nichts zu verlieren.“