Eredivisie
Fußballprofi Mark Verkuijl spricht über den Tod seiner Freundin
Im Licht der Flutlichter des Johan‑Cruijff‑Stadions steht der 20‑jährige Fußballprofi Mark Verkuijl, Mittelfeldspieler von Ajax Amsterdam, still da. Ein Jahr nach dem Dezember‑Tod seiner Freundin Elisa, die bei einem Autounfall ums Leben kam, spricht er erstmals über den inneren Kampf, den er seitdem führt.
Vertrag beim Rekordmeister
Verkuijl steht unter Vertrag beim niederländischen Rekordmeister Ajax Amsterdam. Als Jungprofi hat er bereits mehrere Einsätze für die zweite Mannschaft, Jong Ajax, absolviert.
Der Verlust seiner Freundin
Im Vorjahr erlitt er einen Schicksalsschlag, als seine 21‑jährige Freundin Elisa im Dezember von einem Auto erfasst wurde, während sie joggte. Ein Hubschrauber brachte sie ins Krankenhaus, wo sie an ihren Verletzungen verstarb.
Vier Tage nach dem Unfall wurde Elisa bei einem Spiel von Jong Ajax mit einer Schweigeminute geehrt. Verkuijl legte ein Trikot mit ihrem Namen im Mittelkreis nieder, nahm jedoch selbst nicht am Spiel teil.
Nach dem jüngsten Spiel gegen RKC Waalwijk, das live auf übertragen wurde, äußerte er seine Gefühle: „Es fällt mir sehr schwer, mein Leben weiterzuleben“, sagte er. „Man muss weitermachen, will es aber eigentlich gar nicht.“
Er betonte, dass Elisa für ihn nicht nur „jemand“ war, sondern die Liebe seines Lebens, und ihr Verlust habe ihn tief getroffen. „Sie hätte wirklich alles für mich getan. Sie war immer da.“
Außerhalb des Fußballs fühle er sich noch nicht gut, doch der Sport gebe ihm Ablenkung: „Durch den Fußball kann ich gelegentlich meinen Kopf freibekommen und mit voller Kraft trainieren.“
Seine Rückkehr erfolgte erst im April dieses Jahres nach einer längeren Pause. Seitdem versucht er, das Spiel nicht mit dem Verlust zu verknüpfen, insbesondere wenn RKC Waalwijk als Gegner auftritt.
„Ich habe versucht, nicht daran zu denken, denn es ist schwierig, wenn RKC das erste Spiel nach dem Tod meiner Freundin war“, erklärte Verkuijl. „Ich konzentriere mich auf das Spiel, doch die Erinnerung bleibt.“