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Fünfzig Jahre später: Niki Laudas Nürburgring-Unfall vs rasche Rückkehr

🇦🇹 Von 4AllFootball ·
Fünfzig Jahre später: Niki Laudas Nürburgring-Unfall vs rasche Rückkehr

Am 1. August 1976 erlitt der dreifache Formel‑1-Weltmeister Niki Lauda einen grausamen Brandunfall auf dem Nürburgring in Deutschland; genau fünfzig Jahre später wird der Jahrestag als eindringliche Erinnerung an sowohl Tragödie als auch Triumph begangen. Nur sechs Wochen nach dem schrecklichen Crash war er wieder im Cockpit, ein Umstand, der die Erinnerung an seinen unbezwingbaren Geist bis heute befeuert.

Der Unfall ereignete sich, nachdem ein technischer Defekt Laudas Ferrari in die Begrenzungsbarriere des Fahrstreifens lenkte, wo er mehr als eine halbe Minute lang in dem brennenden Auto gefangen blieb. Das Feuer verschlang das Fahrzeug, und der Mitfahrer Brett Lunger, der Sekunden später eintraf, verlor seinen Helm und wurde bewusstlos, als er mit dem Wrack kollidierte. Arturo Merzario eilte zur Unfallstelle und zog den Weltmeister aus den Flammen, während Einsatzkräfte das Feuer bekämpften.

Lauda wurde zunächst in eine spezialisierte Brandklinik nach Ludwigshafen gebracht und am selben Abend in die Intensivstation der Universitätsklinik in Mannheim verlegt. Er erlitt lebensbedrohliche Verbrennungen, schwere innere Verletzungen und eine stark beschädigte Lunge, was mehrere Hauttransplantationen und einen langen Kampf ums Überleben erforderte.

Sechs Wochen nach der Katastrophe kehrte Lauda zur Grand‑Prix‑Strecke in Monza zurück, belegte den vierten Platz und bewies damit seine rasche Genesung. Später erklärte er seine Einstellung: „Die schnelle Rückkehr war Teil meiner Strategie, nicht lange zu Hause zu sitzen und darüber zu grübeln, warum und wie es passiert ist.“

Ein Jahr nach dem Crash holte sich Lauda seinen zweiten Weltmeistertitel, zog 1979 mit den Worten „Ich will nicht mehr dumm im Kreis fahren“ vom aktiven Rennsport zurück und kehrte drei Jahre später zurück, um 1984 seine dritte Meisterschaft zu gewinnen.

Neben dem Rennsport baute Lauda ein erfolgreiches Luftfahrtunternehmen auf; der Absturz eines Lauda‑Air‑Flugzeugs in Thailand im Jahr 1991 markierte seine dunkelste Stunde. Er blieb dem Formel‑1‑Zirkus verbunden, zunächst als Ferrari‑Berater, dann als Teamchef bei Jaguar und später als Vorsitzender des Mercedes‑Teams, wo er gemeinsam mit dem ebenfalls Österreicher Toto Wolff eine dominierende Rennorganisation formte.

Die Rivalität mit dem britischen Fahrer James Hunt, die im Film „Rush“ von 2013 festgehalten wurde, und die ikonische rote Mütze, die Lauda trug, machten ihn zu einer globalen Marke. Ein Foto aus einer Trainingspause in Pittwall zeigt Jody Scheckter in einem Tyrell, Lauda in einem Ferrari und Hunt in einem McLaren und unterstreicht den heftigen Wettbewerb jener Ära.

Nach einer Lungentransplantation im Sommer 2018 verschlechterte sich Laudas Gesundheitszustand, und er verstarb am 20. Mai 2019 im Alter von 70 Jahren. Der Kontrast zwischen dem feurigen Crash und seinen schnellen, wiederholten Comebacks offenbart ein Erbe, das von unermüdlicher Entschlossenheit und der Fähigkeit geprägt ist, aus einer Katastrophe einen Triumph zu machen.

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