Freundin kämpft gegen Krebs – Thioune Dinkci steht ihr bei
Eren Dinkci erzielte nach nur vier Minuten das erste Tor gegen RB Leipzig, brachte Werder Bremen in Führung und sicherte damit den ersten Saisonsieg. Gleichzeitig kämpft seine Freundin Cinja gegen Krebs, und Trainer Daniel Thioune will ihr mit aller Kraft beistehen.
Das, das die Szene festhält, wurde von Sebastian El‑Saqqa (firo sportphoto/GettyImages) aufgenommen. Es zeigt den Moment des Tores, das den Spielverlauf bestimmte.
Frühes Tor sichert Werder den Saisonsieg
Eren Dinkci brauchte nur vier Minuten, um gegen RB Leipzig die Führung für Werder Bremen zu erzielen. Es war ein Comeback wie aus dem Bilderbuch, und die Grün‑Weißen hielten die Führung bis zum Ende des Spiels, um den ersten Saisonsieg zu feiern. Der Sieg war damit das Highlight des gesamten Spiels.
Persönliche Belastung und Unterstützung im Verein
Privat durchlebt der 24‑jährige Spieler eine schwere Zeit: Seine Freundin Cinja ist an Krebs, genauer an Leukämie, erkrankt. Deshalb wollte Dinkci in der Sommerpause unbedingt zurück nach Bremen, um ihr näher sein zu können. Der Wunsch wurde von SC Freiburg erfüllt, das ihm die Rückkehr ermöglichte.
Trainer Daniel Thioune fungiert für Dinkci mehr als Coach, er ist eine Vertrauensperson, mit der er viel über die Situation seiner Freundin spricht. „Den Raum betreten wir im Gespräch. Eren ist ein Mensch, der sehr, sehr viel Verantwortung trägt. Es hilft ihm vielleicht auch mal, bei uns zu sein. Wir geben ihm all die Liebe, Wärme und Unterstützung, die er braucht“, erklärte Thioune nach dem Sieg gegen RB Leipzig.
Thioune hofft, dass Cinja den Krebs besiegt: „Ich wünsche mir, dass es seiner Freundin schnellstmöglich wieder gut geht. Dann geht es auch Eren wieder gut.“ Der 52‑jährige Trainer betonte, dass das Wohl der Freundin für Dinkci oberste Priorität habe.
Dinkci widmete das Treffer seiner Freundin und beschrieb den Moment als sehr emotional. „Es war sehr emotional für mich. Ich habe es nie verheimlicht, dass es schon immer ein Traum von mir war, hier zu treffen“, sagte er nach dem Spiel. Zuvor hatte er nur einmal für die Grün‑Weißen getroffen – auswärts in Mainz.
Die Mannschaft zeigte viel Hand für den jungen Spieler und stand ihm in dieser schwierigen Phase bei. Werder Bremen gibt ihm weiterhin alle Mittel, um sowohl sportlich als auch privat stark zu bleiben.