Bundesliga FRAUEN
Frauen-Bundesliga HSV Union Berlin unentschieden nach Stoldts Hattrick

Unter den Flutlichtlampen am Sonntagabend traf die Hamburger Frauenseite auf Union Berlin in einem Achterbahn‑Frauen‑Bundesliga‑Duell, das unentschieden endete und HSV einen dringend benötigten Aufstieg aus der Abstiegszone verwehrte. Das Spiel sah drei HSV‑Führungen, bevor Union Berlin einen späten Ausgleich erzielte.
Stoldts Hattrick beflügelt HSV-Hoffnungen
Svea Stoldt erzielte einen spektakulären Hattrick und traf in der 10., 49. und 72. Minute. Sein erstes Tor kam nach einer Ablenkung, und Camilla Linberg fügte in der 15. Minute per Freistoß aus über 30 Metern ein viertes HSV‑Tor hinzu. Die Tore brachten das Team zu einer 2‑0, dann 3‑1 und schließlich 4‑3 Führung in der ersten Hälfte.
Union Berlins späte Aufholjagd sichert Unentschieden
Union Berlin reagierte durch Lia Kambers Treffer in der 45+2‑Minute, gefolgt von Nele Bauereisens Kopfball in der 50. Minute und Jill Janssens Abschluss in der 67. Minute. Der entscheidende Schlag kam in der 85. Minute, als Torhüterin Kinga Szemik rutschte, als sie nach vorne stürmte, und Dina Orschmann nach dem Ball schnappte, um den Spielstand auszugleichen. Zuvor hatte Union Torhüterin Nadine Böhi standgehalten gegen einen Distanzschuss.
Szemiks Fehltritt ermöglichte es Orschmann, den Ball per Kopf ins Netz zu bringen und HSVs Vorsprung zu tilgen. Zuvor hatte Szemik einen Flachschuss am linken Pfosten abgewehrt und auch einen kraftvollen Schuss von Carla Morich gehalten. Die Berliner Mannschaft testete den HSV‑Torhüter ebenfalls mit einem Freistoß von Linberg in der 15. Minute.
HSV‑Trainer Rodolfo Esteban Cardoso lobte die defensive Widerstandsfähigkeit seiner Mannschaft, bedauerte jedoch die verpasste Chance, einen ‘Befreiungsschlag’ in der Frauen‑Bundesliga‑Tabelle zu sichern. Die Mannschaft blieb trotz mehrerer Gegentore, darunter ein guter Schuss von Morich in der 40. Minute, gefährlich beim Konter. Er warnte, dass die Konstanz verbessert werden müsse.
Die Vereine treffen sich am Samstag um 13:00 Uhr wieder, mit einem Live‑Audiobericht im NDR Livecenter, was HSV die Chance gibt, den verpassten Ausweg zu korrigieren. Union Berlin wird dann im DFB‑Pokal Achtelfinale im Volksparkstadion zurückkehren, während HSVs nächster Ligaterm am 7. November auswärts bei Bayer Leverkusen stattfindet, ebenfalls vom NDR übertragen.