WM
Frankreichs späte Strafe bringt WM-Viertelfinale
Bei glühenden 38 °C in Philadelphia verwandelte Kylian Mbappé in der 73. Minute einen Elfmeter und sicherte Frankreich damit einen knappen Sieg gegen Paraguay – und Les Bleus den Einzug ins Viertelfinale der Weltmeisterschaft. Der entscheidende Strafstoß fiel nach einer per VAR überprüften Foul an Paris Saint-Germain-Star Désiré Doué.
Didier Deschamps’ Mannschaft beherrschte zwar früh das Spiel, hatte aber große Schwierigkeiten, Paraguays disziplinierte und kompakte Defensive zu durchbrechen. Die Frustration gipfelte, als Kylian Mbappé nach einem harten Tackling von Andrés Cubas ausrastete, doch die erste Halbzeit endete trotzdem ohne einen einzigen Schuss aufs Tor.
Gustavo Alfaros Paraguay, das sich zuvor in einem dramatischen Elfmeterschießen gegen Deutschland durchgesetzt hatte, schien bestens vorbereitet, um erneut eine Sensation zu landen. Ihre kompakte Formation blockierte die französischen Angreifer während der gesamten ersten Halbzeit.
Die taktische Lage änderte sich, als der 21-jährige PSG-Talent Désiré Doué eingewechselt wurde und dem Spiel mehr Vertikalität auf der linken Seite verlieh. Doués Vorstoß wurde von Brighton-Mittelfeldspieler Diego Gómez gestoppt, was eine VAR-Überprüfung nach sich zog.
Schiedsrichter Ilgiz Tantashev entschied auf Elfmeter, und Mbappé verwandelte ihn souverän gegen Torhüter Orlando Gill. Der Treffer in der 73. Minute war Mbappés siebtes Turniertor und brachte ihn damit in der Torschützenliste auf Augenhöhe mit Lionel Messi.
Rayan Cherki kam in den Schlussminuten als Joker ins Spiel und zeigte in 16 Minuten acht Ballberührungen, fünf präzise Pässe sowie eine Interception und einen langen Ball. Frankreich zieht damit ins Viertelfinale gegen Marokko ein und bleibt damit Turnierfavorit. Der Sieg unterstreicht die Widerstandsfähigkeit von Les Bleus in einem hart umkämpften Spiel unter extremen Hitzebedingungen.