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Belgische Offensive braucht Vanaken an De Bruynes Seite
Die belgische Bank in Charleroi war bereits zur Hälfte leer, als Rudi Garcia seine letzte Auswechslung vornahm. Mit 20 Minuten Restspielzeit und Belgien in einem knappen Vorsprung brachte der Trainer Johan Bakayoko für Johan Bakayoko. Die Botschaft war klar: Keine Experimente mehr.
Drei Spiele brauchte Garcia, um zu einer logischen Schlussfolgerung zu kommen. Der zusätzliche defensive Mittelfeldspieler erwies sich als unnötig; der Unterschied wird weiter oben im Spiel gemacht. Mit Johan Bakayoko an der Seite von Kevin De Bruyne fand Belgien endlich seinen Rhythmus wieder. Die Herausforderung besteht nun darin, diesen zu halten.
Gegen den Senegal wird die belgische Mittelfeldpartnerschaft ihren ersten echten Test bestehen. Der Ansatz der Roten Teufel verlangt Kontrolle in den vorderen Zonen, wo De Bruynes Vision und Bakayokos Energie das Spiel bestimmen können. Garcias System ist auf ihre kombinierte Leistung angewiesen, um hartnäckige Abwehrreihen zu knacken.
Bakayokos Aufstieg unter Garcia war rasant. Seit der Ankunft des Trainers hat er fünf der letzten sechs Spiele von Beginn an bestritten, oft gepaart mit De Bruyne. Ihre Chemie hat einem Team, das zu Beginn der Saison mit Kreativitätsproblemen im Mittelfeld kämpfte, wieder Balance verliehen.
De Bruyne ist indes der Dreh- und Angelpunkt des belgischen Angriffs geblieben. Seine Fähigkeit, Abwehrreihen mit einem einzigen Pass zu öffnen, ist unübertroffen, doch nun hat er einen verlässlichen Partner, mit dem er die kreative Last teilen kann. Das Verständnis des Duos hat bereits greifbare Ergebnisse gebracht, darunter ein 2:0-Sieg über Portugal in der Nations League.
Der Senegal, auf Platz 18 der aktuellen FIFA-Weltrangliste, stellt eine andere Herausforderung dar. Ihre Physis und Pressingintensität werden die neu gefundene Geschlossenheit Belgiens auf die Probe stellen. Garcias Mittelfeld muss sich schnell anpassen, um in Übergangsphasen nicht überrannt zu werden.
Die Einsätze sind hoch. Eine starke Leistung gegen den Senegal könnte die Kritiker zum Schweigen bringen, die Garcias taktische Entscheidungen infrage stellten. Ein Fehltritt könnte jedoch Zweifel an Belgiens Fähigkeit, auf höchstem Niveau zu bestehen, wieder aufleben lassen.
Für den Moment liegt Garcias Fokus auf Kontinuität. Mit den K.-o.-Phasen der Nations League vor Augen zählt jedes Spiel. Die Achse Vanaken-De Bruyne ist nicht nur eine taktische Präferenz – sie ist die Grundlage für Belgiens beste Chance, voranzukommen.