JUGEND
Für Belgien bleibt gegen Neuseeland keine Alternative
Belgien entging am Samstag in Vancouver einem nationalen Albtraum, als sie mit einem 5:1-Sieg über Neuseeland nicht nur den Gruppensieg bei der WM 2026 sicherten, sondern auch den Einzug ins Achtelfinale besiegelten. Leandro Trossard eröffnete nach 28 Minuten den Torreigen und verdoppelte vor der Pause mit einem weiteren Treffer. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Kevin De Bruyne, bevor Romelu Lukaku und Alexis Saelemaekers in der Nachspielzeit den Schlusspunkt setzten.
Der Sieg beendete wochenlange Zweifel an Belgiens Fähigkeit, in entscheidenden Momenten zu liefern. Da Ägypten und Iran sich mit einem Remis begnügten, brauchte Belgien einen deutlichen Erfolg, um nicht zum Gespött des Turniers zu werden. Garcias Team reagierte mit einer starken Vorstellung, dominierte den Ballbesitz und schuf bereits in der ersten Halbzeit 15 Tormöglichkeiten.
Trossard beendete eine 406-minütige WM-Torflaute mit einem klinischen Abschluss nach einer unübersichtlichen Ecke. Sein zweites Tor kurz nach der Pause besiegelte praktisch den Sieg. De Bruyne, wieder in Bestform, erhöhte mit einem platzierten Schuss ins kurze Eck.
Den Schlusspunkt setzten Lukaku mit seinem ersten Ballkontakt nach seiner Einwechslung und Saelemaekers’ spätem Treffer. Die Auswechslungen von Trossard und De Bruyne gegen Saelemaekers und Onana verschoben die Dynamik des Spiels entscheidend zugunsten Belgiens.
Belgien trifft nun in Seattle auf einen der besten Gruppendritten. Der genaue Gegner steht noch nicht fest, doch die Erleichterung in Vancouver war spürbar. Der nationale Albtraum war abgewendet.
Kanada sichert sich mit spätem Treffer in Los Angeles das Achtelfinale
Rudi Garcias Team stand nach zwei wenig überzeugenden Remis unter massivem Druck. Die Notwendigkeit eines Sieges war enorm, selbst ein Unentschieden hätte das Aus bedeutet. Die deutliche Vorstellung gegen Neuseeland zum Schweigen gebracht und den Glauben an das Team wiederhergestellt. Trossards Führungstreffer fiel nach einer VAR-Entscheidung, die einen umstrittenen Elfmeter wegen Handspiels annullierte. Der Belgier nutzte die Chance eiskalt. Seine Ruhe unter Druck war entscheidend. De Bruynes drittes Tor war eine Meisterleistung in Timing und Technik. Der Mittelfeldspieler kontrollierte einen losen Ball, verlagerte sein Gewicht und schoss flach ins Eck. Die Feier folgte sofort – inklusive Abzeichen-Kuss. Der belgische Motor lief wieder. Lukakus Einwechslung veränderte die Spielsituation grundlegend. Sein erster Ballkontakt führte zum vierten Tor – ein Beweis für seine tödliche Instinktivität. Saelemaekers, ebenfalls eingewechselt, vollendete das Debakel in der Nachspielzeit mit einem gefassten Abschluss. Die Bank hatte geliefert, als es am meisten zählte. Der Sieg ebnet den Weg für ein Duell mit einem unberechenbaren Gruppendritten in der nächsten Runde. Belgiens WM kann nun wirklich beginnen – mit neuem Schwung und Selbstvertrauen.