WM
FIFAs WM-Verkaufsplan löst existenzielle Besorgnis im Fußball aus
FIFA veröffentlichte eine 1.403‑Wort‑umfassende öffentliche Erklärung, die versucht, einen neuen Plan zu rationalisieren, bei dem Anteile der Weltmeisterschaft an private Investoren verkauft werden sollen, ein Schritt, der heftige Kritik in der Fußballwelt ausgelöst hat. Das umfangreiche Dokument versucht, den Verkauf als Mittel zur Finanzierung von Entwicklungsprojekten darzustellen, doch die Sprache hat einen Alarmruf ausgelöst.
Kritiker haben sich an einigen ausgewählten Formulierungen aus der Erklärung festgeklammert, bezeichneten sie als “Shocking.” und nannten sie “Football’s nuclear bomb.” Andere warnten, es sei “Worse than the Super League, and bigger than 115.” und beschrieben es als “The line in the sand.” Das sei alles nicht übertrieben, argumentieren sie, weil der Vorschlag Extreme zusammenbringt, die das zukünftige Schicksal des Sports schon lange belasten.
UEFA trat in die Debatte mit einer klaren Antwort ein und erklärte, der Plan “crosses a line” und betonte, dass die Weltmeisterschaft “is not FIFA’s to sell.” Die Erklärung des Gremiums unterstreicht die Spannung zwischen den kontinentalen Verbänden und den kommerziellen Ambitionen der FIFA.
Gianni Infantino rahmte die Initiative als Teil einer aufmerksamkeitsstarken Ankündigung ein, wonach die FIFA die Finanzierung der Fußballentwicklung auf über USD 10 billion ausweiten will und den Verkauf als demokratische Umverteilung von Ressourcen darstellt. Die Narrative wurde als Mittel präsentiert, das “lift the whole game” zu heben und ein breiteres Wachstum zu sichern.
Kern des Vorschlags ist das Programm Fifa Forward Enterprise, das ein neues Unternehmen zur Durchführung der wichtigsten Wettbewerbe schaffen würde. Nach dem Plan würde die FIFA die Mehrheitsbeteiligung behalten, private Investoren würden 20‑30 % halten und die 211 Mitgliedsverbände würden gemeinsam etwa 20 % besitzen.
Beobachter weisen darauf hin, dass “non‑controlling” Anteile selten frei von Einfluss bleiben, zumal die stimmberechtigten Köpfe der Mitgliedsverbände häufig von der FIFA über Positionen und Ausschüsse bezahlt werden. Das wirft Fragen darüber auf, wie diese Stimmen bei dem Deal abgegeben werden.
Befürworter nennen einen kurzfristigen Nutzen für die nationalen Verbände, die bis zu $20 million in cash reserves erhalten könnten, doch Kritiker warnen vor langfristigen Schäden und zitieren eine Quelle, die sagte: “the current stakeholders benefit but everyone loses out in the future.” Das Konzept der Trickle‑down economics wird als ineffektiv im modernen Fußball abgetan.
Infantino ist bereits vor einem US‑Congressional committee aufgetreten, weil er angeblich die Trump‑Administration begünstigen wollte, und Berichte deuten darauf hin, dass Josh Kushner, der Bruder von Donald Trumps son‑in‑law, Gespräche führt, um der Hauptinvestor des Vorhabens zu werden. Die US‑Verbindung verleiht der Kontroverse eine politische Dimension.
Die Kontroverse ruft auch Erinnerungen an Infantinos Beteiligung an den Super League‑Diskussionen wach, bei denen die Klubs einst glaubten, das Segen der FIFA zu haben. Das Gespenst einer ähnlichen Machtverschiebung schwebt, während der Plan voranschreitet.
Eine exklusive Untersuchung von Martyn Ziegler von den Times liefert weitere Details zum Vorhaben, hebt die Tiefe der geplanten finanziellen Umstrukturierung hervor und zeigt die Breite des Widerstands, den es ausgelöst hat.