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WM

FIFAs Sanktionenpause schürt Streit über Schiedsrichterkritik bei WM

Von Fussball4All Editorial ·

FIFAs Entscheidung, jegliche Disziplinarmaßnahmen bis nach der Weltmeisterschaft zu verschieben, bedeutet, dass Trainer und Spieler, die Schiedsrichter öffentlich kritisiert haben, keine sofortigen Sanktionen erhalten. Damit bleibt das Turnier ungestört, während der Verband die Beschwerden nach Abschluss des Wettbewerbs prüft.

Bereits hochkarätige Persönlichkeiten haben ihren Unmut geäußert, insbesondere der englische Trainer Thomas Tuchel nach dem 1:0‑Sieg seiner Mannschaft im Achtelfinale gegen Mexiko und der französische Trainer Didier Deschamps nach der Halbfinalniederlage gegen Spanien.

FIFA erklärte, dass die Verschiebung dazu dienen solle, den Wettbewerb nicht zu stören, während die Debatte über die Schiedsrichterstandards weitergeht.

Der Verband kündigte an, erst nach Ende der Weltmeisterschaft zu entscheiden, ob ein Trainer oder Spieler, der öffentlich gegen die Spieloffiziellen vorgegangen ist, bestraft wird; etwaige Sanktionen würden erst nach Abschluss des Turniers geprüft.

Berichten zufolge werden mögliche Disziplinarmaßnahmen auf den Berichten der Schiedsrichter und weiteren relevanten Beweisen basieren, und die Nachprüfung nach dem Turnier wird sich auf offizielle Dokumentation stützen statt auf sofortigen öffentlichen Druck.

Thomas Tuchel bezeichnete die Schiedsrichterleistung im Spiel gegen Mexiko als „unberechenbar“ und „unzuverlässig“ und betonte seine Frustration über die Entscheidungen.

Didier Deschamps stellte die Qualität der Schiedsrichter nach der Niederlage gegen Spanien in Frage, worauf FIFAs Chefschiedsrichter Pierluigi Collina rasch reagierte, die Offiziellen verteidigte und betonte, dass FIFAs Schiedsrichter zu den besten im Weltfußball gehören.

Auch Ägypten äußerte scharfe Kritik nach der Auswärtsniederlage im Achtelfinale gegen Argentinien, wobei Cheftrainer Hossam Hassan Druck auf den Schiedsrichter vor dem Spiel behauptete und Stürmer Mostafa Ziko die Entscheidungen des Offiziellen kritisierte; Hassan sagte: „Wir waren in allem die Besten … es gab Faktoren, die das Spiel beeinflussten, nicht von außen, sondern intern auf dem Platz und von außen vor dem Spiel.“ FIFA ist bisher still geblieben, ob Disziplinarfälle eröffnet wurden, und hat lediglich ihr Vertrauen in die Qualität und Integrität ihrer Offiziellen bestätigt.

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