WM
FIFA untersucht rassistische Gesänge bei der WM nach IShowSpeeds Beleidigungen
FIFA hat nach einem rassistischen Vorfall gegen den Streamer IShowSpeed während des Freitagsspiels zwischen Argentinien und Kap Verde eine Untersuchung eingeleitet und damit die Null-Toleranz-Politik des Weltverbands unterstrichen. Der Vorfall ereignete sich, als der 21-jährige US-amerikanische Streamer IShowSpeed das Spiel live kommentierte und einen Fan in einem argentinischen Trikot fragte, was zu ihm gesagt wurde.
Der Fan sagte auf Spanisch zu IShowSpeed, der schwarz ist, er solle „zum Zoo gehen und heulen“. Daraufhin verurteilte FIFA am Dienstag Rassismus, Hass und Diskriminierung in allen Formen. In einer Stellungnahme hieß es, solche Handlungen hätten im Fußball, bei der FIFA-WM oder in der Gesellschaft keinen Platz.
Die Öffentlichkeitsarbeit von IShowSpeed reagierte nicht sofort auf eine Anfrage der Associated Press. Der Streamer hat mehr als 50 Millionen YouTube-Abonnenten, 45 Millionen Instagram-Follower und 47 Millionen Follower auf TikTok.
Am Montag verurteilte der französische Star Kylian Mbappé die paraguayische Senatorin Celeste Amarilla, nachdem diese nach dem 2:0-Sieg Frankreichs über Paraguay am Samstag rassistische Kommentare auf X veröffentlicht hatte. Mbappé bezeichnete die paraguayische Senatorin als „verabscheuungswürdige Frau“ und sagte, sie sei „unwürdig“, im Parlament Paraguays zu dienen.
Spät am Montag veröffentlichte Amarilla einen offenen Brief auf Französisch und Spanisch, in dem sie erklärte, ihr Problem sei nicht mit Frankreich, sondern mit dem Spieler selbst. Sie bedauerte, Mbappé mit denselben Beleidigungen behandelt zu haben, die sie als gemischtrassige Person selbst erfahre. Zudem forderte sie eine Entschuldigung von Mbappé und drohte mit rechtlichen Schritten, falls er seine Äußerungen nicht zurücknehme.
Die Regierung Paraguays veröffentlichte eine Stellungnahme, in der sie Amarillas Äußerungen als im Widerspruch zu den Werten und Prinzipien einer friedlichen Koexistenz und des Respekts vor der menschlichen Würde stehend verurteilte. Gleichzeitig betonte sie, dass diese Kommentare weder die paraguayische Regierung noch ihr Volk repräsentieren.
Frankreich, das französische Team, das sich für das Viertelfinale qualifiziert hat, trifft am Donnerstag auf Marokko – ein Spiel, das die Entschlossenheit der Mannschaft nach der Kontroverse auf die Probe stellen wird.