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FC Bayern-Frauen kämpfen mit Bengalos im Sportpark Unterhaching
Beim Champions-League-Eröffnungsspiel der FC Bayern-Frauen im Sportpark Unterhaching flogen mehrere Bengalos auf das Spielfeld. Die spanische Schiedsrichterin Olatz Rivero Olmedo stoppte das Spiel nicht, räumte die Pyrotechnik jedoch selbst vom Rasen. Bayern führte zur Halbzeit mit 2:0. Trotz des blauen und roten Rauchs blieb das Spiel in Bewegung.
Die Entscheidung, das Spiel nicht zu unterbrechen, zog sofort Kritik nach sich. Bianca Rech, Direktorin Frauenfußball des FC Bayern, forderte in der Halbzeitpause eine Unterbrechung. Sie bezeichnete die Situation als „sehr kurios“ und kritisierte die Schiedsrichterleistung. Im Rahmen der Champions League war das Spiel von großer Bedeutung.
Bengalos und ihre Wirkung
Ein Bengalo landete direkt neben dem Ball, sodass blauer Rauch über das Spielfeld zog. Der Rauch irritierte mehrere Spielerinnen, während roter Rauch von einem zweiten Gerät am Spielfeldrand zu sehen war. Die Pyrotechnik wurde von der spanischen Schiedsrichterin Olatz Rivero Olmedo eigenhändig vom Rasen entfernt.
Einige Beobachter vermuteten, dass die Aktion von den Fans des SpVgg Unterhaching stammte. Laut -Bericht könnten die Ultras das Gerät aus einem angrenzenden Biergarten geworfen haben. Die Farben des Feuerwerks – Blau und Rot – entsprechen den Vereinsfarben von Unterhaching.
Spielverlauf und Treffer
Trainer José Barcala hatte sein Team kurz vor dem Halbzeitpfiff mit 2:0 in Führung gebracht. Kurz vor der Pause glich Beth Mead aus, nachdem ein Angriff über den rechten Flügel, von dem zuvor Pyrotechnik geworfen wurde, zum 2:1 führte. Das Spiel blieb danach eng.
Bayern-Torhüterin Ena Mahmutovic reagierte mit weit ausgebreiteten Armen, während die Fans im Stadion buhten. In der 62. Minute parierte Mahmutovic einen von Khadija Shaw verwandten Strafstoß. Der VAR prüfte das Tor, fand jedoch keinen Beanstandungsgrund.
Medienreaktion
"Das ist eine brenzlige Situation, denn es liegt Feuerwerk auf dem Platz", sagte ZDF-Kommentatorin Meili Scheidemann. Sie betonte, dass die Münchnerinnen bereits klar gemacht hatten, das Spiel nicht weitergehen dürfe. Die Analyse hob die Gefahr für Spielerinnen hervor.
Reaktionen der Spielerinnen
Kurz vor Schluss traf Carlotta Wamser in der 86. Minute zum Ausgleich, vor 4.291 Zuschauern. Mahmutovic erklärte nach dem Spiel, das erste Tor sei „unlucky“ und durch das Pyro beeinflusst worden. Nationalspielerin Giulia Gwinn bezeichnete das Vorhandensein von Feuerwerk auf dem Platz als ärgerlich.
Hintergrund des Stadions
Der Sportpark Unterhaching wurde im Dezember 2025 von dem Rekordmeister für mehr als 7,5 Millionen Euro erworben, um die Frauenabteilung zu beherbergen. Präsident Manfred Schwabl von SpVgg Unterhaching erinnerte damals an die Diskussionen mit den Ultras. Er betonte, dass man die Situation künftig im Griff habe. Zur damaligen Zeit war das Stadion noch nicht vollständig für Frauen ausgebaut.